Nachwuchs für die Feuerwehr Lübeck

Bernd Neumann (re.), Bereichsleiter der Feuerwehr Lübeck, ernannte und vereidigte sieben Brandmeister-Anwärter und eine Brandmeister-Anwärterin im Audienzsaal des Rathauses. (KvD)

Die Ernennung und Vereidigung der Brandmeister-Anwärter erfolgte im Rathaus.

Nicht einmal zehn Prozent der insgesamt 118 Bewerbungen bei der Feuerwehr Lübeck (davon drei weiblich), haben es bis zur Ernennung und Vereidigung zum Brandmeister-Anwärter geschafft. Ausschlussgründe waren zunächst die Auswertung des ärztlichen Fragebogens und der anschließende Theorie- und Sporttest.

Zum darauf folgenden Vorstellungsgespräch wurden 23 Bewerber und eine Bewerberin eingeladen. Vor dem eigentlichen Vorstellungsgespräch musste noch eine bewertete „Teamübung“ – mit jeweils vier Bewerbern – ausgeführt und darüber hinaus das bei der Feuerwehr übliche „Drehleitersteigen“ (30m) absolviert werden.

Nach dem Vorstellungsgespräch und medizinischer Begutachtung durch den Amts- und Betriebsarzt trafen sich sieben feuerwehr-diensttaugliche Brandmeister-Anwärter sowie eine Brandmeister-Anwärterin im Audienzsaal des Rathauses.

Dort wurde die feierliche Ernennung und Vereidigung des Feuerwehr-Nachwuchses von Bernd Neumann, Bereichsleiter der Feuerwehr Lübeck, vorgenommen. „Sie gehören jetzt zu der einzigen Behörde in Lübeck, bei der man jeden Tag rund um die Uhr anrufen kann – und wo auch immer jemand ran geht“, so Neumann in seiner Ansprache. Er wies darauf hin, dass der Beruf des Brandmeisters den größten Vertrauensvorschuss in der Bevölkerung genießt – noch vor den Piloten, Ärzten und Gebrauchtwagenhändlern.

Die vielseitige Ausbildung zum Brandmeister dauert zwei Jahre und findet nicht nur in Lübeck statt, sondern beginnt mit einem fünfmonatigen Grundlehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Harrislee und endet dort auch wieder mit einem zweimonatigen Abschlusslehrgang. Dazwischen wird die feuerwehrtechnische Ausbildung ergänzt durch die Ausbildung zum Rettungsassistenten. Weiterhin werden Praktika im Krankenhaus und im Einsatzdienst absolviert sowie die Fahrerlaubnis der Klasse CE erworben.

„Machen Sie uns keine Schande und bringen Sie sich voll ein. Wir brauchen keine Helden bei der Feuerwehr, sondern Profis, die ihr Handwerk beherrschen“, so die Schlussworte von Bernd Neumann.

KvD

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