Die Lübecker Bucht realistisch gesehen

Die Maler Lars Möller, Ulf Petermann und Till Warwas präsentieren im Eutiner Ostholstein-Museum ihre aktuellen Arbeiten.

Vom 5. März bis 6. Juni zeigt das Ostholstein-Museum in seiner Frühjahrsausstellung aktuelle Bilder der drei Norddeutschen Realisten Lars Möller (im Bild), Ulf Petermann und Till Warwas. Die Arbeiten entstanden in den vergangenen zwei Jahren an der Lübecker Bucht und werden nun erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. „Ich habe mich schon lange auf diese Ausstellung gefreut, seit mir Till Warwas die Idee vorgeschlagen hat“, ist Museumsleiterin Dr. Julia Hümme begeistert von den rund 110 Bildern im Erdgeschoss.

Es ist bereits das fünfte Mal, dass die drei Künstler – alle drei gehören seit vielen Jahren zu der bekannten Gruppe der Norddeutschen Realisten an – sich gemeinsam auf den Weg machten, um neue Landstriche zu erkunden und die typischen Merkmale der jeweiligen Region auf Leinwand und Papier festzuhalten. „Wir haben uns immer wieder für eine Woche getroffen, sind herumgefahren und haben gemalt“, erzählt Lars Möller. „Gemeinsam ergibt sich ein intensiveres Auseinandersetzen mit der Landschaft. Wir können uns so besser befruchten und unterstützen.“

Bei ihrem aktuellen Malprojekt steht nun die Lübecker Bucht mit ihrer landschaftlichen Vielfalt von der Stadt Lübeck über das Brodtener Steilufer, Timmendorfer Strand, Sierksdorf bis nach Neustadt und sogar darüber hinaus entlang der Küste. Während dieser Zeit entstanden Ansichten von menschenleeren und touristisch bevölkerten Stränden, von Wäldern und Steilküsten, von Spaziergängern auf winterlichen Straßen in der Lübecker Altstadt, von ostholsteinischen Feldern und Häfen. Die Vielfalt erscheint in ihrer malerischen Umsetzung in den für Lars Möller typischen großformatigen Arbeiten sowie in den mittel- und kleinformatigen Werken von Till Warwas und Ulf Petermann. „Am Realismus interessiert mich die abstrakte Lösung von realen Begebenheiten. Es war für mich immer klar, dass ich gegenständlich arbeiten möchte“, betont Möller. „Der Besucher kann die drei Künstler eigenständig, aber auch in einer Gegenüberstellung individueller Ausdrucksformen eines Themas betrachten“, ergänzt Dr. Julia Hümme und schwärmt von der entspannten Zusammenarbeit mit den drei realistischen Malern.

Die Ergebnisse dieses Malprojekts an der Lübecker Bucht sind in zwei (Parallel-)Ausstellungen zu sehen: zum einen im Ostholstein-Museum in Eutin, zum anderen in der Galerie Koch-Westenhoff in Lübeck (11. März bis 22. April). Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog, erhältlich für 15 Euro.

»Eröffnung der Sonderausstellung „Lübecker Bucht – gesehen von Lars Möller, Ulf Petermann und Till Warwas“ findet am Sonntag, 5. März, um 11.30 Uhr im Erdgeschoss des Ostholstein-Museums statt. Die Künstler sind dabei anwesend.

MB
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