Herrengartenpark: Entwurfsplanung beschlossen

Die ersten Arbeiten wurden bereits durchgeführt, der erste Bauabschnitt für die Umgestaltung des Herrengartenparks soll nach dem Postleitzahlenfest beginnen.

Bei einer Ortsbesichtigung zeigten Landschaftsarchitekt Gunnar ter Balk und sein Mitarbeiter Christian Schwarz den Mitgliedern des Ausschusses für Umwelt, Bauen, Planung und öffentliche Sicherheit (UBPöS), wie sich schon jetzt die Maßnahmen positiv auf den gesamten Park auswirken. Der Wildwuchs wurde beseitigt, markante Bäume werden hervorgehoben und betont und das Herrenhaus ist jetzt von überall her zu sehen. „Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises hat die Maßnahmen ausdrücklich begrüßt“, erklärte Bauamtsleiter Dieter Rodewald dazu, „weil dadurch eine langfristige Aufwertung des Naturhaushaltes zu erwarten ist.“

Im Anschluss an den Ortstermin erläuterte ter Balk die Entwurfsplanung zur Umgestaltung. Eine neue Zufahrt zum Herrenhaus, verschiedene Wegeführungen durch den Park, der Spielplatz und die Boule-Plätze, ein Rosengarten und Info-Tafeln für die Besucher sind Kernpunkte bei der Umgestaltung. In Bezug auf die Hecke bei der Zufahrt wurde angemahnt, dass die Sicherheit von Fußgängern, speziell Kindern, und Radfahrern gewahrt bleibt.

Barrierefreiheit soll unter anderem durch Platten am Hauptweg gesichert werden, was Wolfgang Hantel von den Grünen nicht gefiel. Er wollte auch zwei Bäume erhalten, die im Zuge der Wegeführung der sogenannten Brezelwege zum Brückenplatz gefällt werden sollen. „Wenn man den Weg ein wenig weiter verschwenkt, können diese beiden Bäume erhalten bleiben“, so Hantel. Die gesonderte Abstimmung dazu wurde mit vier Gegenstimmen abgewiesen.

Angesichts der Gesamtkosten in Höhe von 1,1 Millionen Euro und 560 000 Euro für den ersten Bauabschnitt erklärte Helmut Neu (UWG), dass der Kostenrahmen zu hoch sei. Da platzte Bürgervorsteher Harald Werner der Kragen. „Wir haben schon so lange darüber beraten. Es handelt sich hier um das Herz von Stockelsdorf. Hier soll ein wunderbarer Park hergestellt werden und dann fängt man an zu feilschen“, erboste sich Werner. „Wir haben hier eine Chance und die Pflicht, den Bürgern endlich mal einen schönen Park zu bieten.“

Weiterer Kritikpunkt einiger Ausschussmitglieder war die Entscheidung über das Mobiliar. Sowohl Helmut Neu als auch Holger Matthusen (CDU) und Frank-Peter Wienandt (UWG) wollten das zurückstellen und Alternativen zu den Vorschlägen von ter Balk prüfen. Eine Bemusterung dazu wird voraussichtlich bei der Mai-Sitzung des Ausschusses stattfinden. „Alles andere muss heute beschlossen werden, damit die Ausschreibungen durchgeführt werden können“, so Rodewald. Der Ausschuss beschloss die Entwurfsplanung ohne Mobiliar mit zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen.

Im Anschluss an die Abstimmung zeigte sich Johannes-R. Kremer von der BI Herrengarten sehr erfreut über die Planungen des Landschaftsarchitekten. „Wir finden es toll, dass jetzt dieser wichtige erste Schritt konkret und die Umsetzung auf den Weg gebracht wird“, erklärte Kremer. HÖ

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