Grüne besuchen Krumbecker Hof

Keine Berührungsängste zeigte Monika Heinold bei ihrem Besuch auf dem Krumbecker Hof mit den Aubrac-Rindern. (HÖ)

Wo drückt der Schuh, was sollte anders und was kann besser gemacht werden?

Wahlkampfauftakt für die Grünen im Land: Die Spitzenkandidatin und Finanzministerin des Landes, Monika Heinold, und die Stockelsdorfer Direktkandidatin und Vizepräsidentin des Landtags, Marlies Fritzen, besuchten mit einer Delegation in der vergangenen Woche den Krumbecker Hof. Ziel war es, die Sorgen und Nöte, aber auch positive Erfahrungen im Zusammenhang mit ökologischer Landwirtschaft zu erfahren.

„Die Agrarwende, die Energiewende und die Verkehrswende sind eingeleitet“, erklärte Monika Heinold zu Beginn des Besuches. „Es geht darum, die Welt für unsere Kinder und Enkel zu erhalten.“ Deshalb sein man nun auf Wahlkampftour im Lande unterwegs, um mit den Menschen vor Ort zu diskutieren. „Fünf Prozent der landwirtschaftlichen Flächen werden aktuell im Land ökologisch bewirtschaftet, wir wollen eine Verdoppelung erreichen“, erklärt Heinold das Ziel der Grünen Politik.

Als Pächter ist Gerhard Moser bereits seit 25 Jahren auf dem Krumbecker Hof tätig, der der Stiftung Heilig Geist Hospital Lübeck gehört. Sein Sohn Lukas Nossenheim ist mittlerweile Teilhaber und wird damit als Nachfolger in zweiter Generation die von Moser begründete ökologische Landwirtschaft fortführen. „Von Anfang an habe ich den Hof ökologisch betrieben und vor 14 Jahren auf Demeter umgestellt“, so Moser.

Er wünscht sich mehr Bio-Landwirte in der Region, damit nicht jeder ökologische Landwirt gleich in die Grüne Ecke gesteckt wird. „Die Politik muss genauer hinhören, was Landwirte, auch die konventionellen, wollen. Die innersten Motive sind bei allen ähnlich“, sagt Moser, „dann erreicht man eine andere Gesprächsebene und mehr Verständnis.“ Gute Arbeit für Klima und Umwelt wollten schließlich alle. Nossenheim ergänzte, dass sich auch die Ausbildung von Landwirten in diese Richtung öffnen sollte. Ihm liegt viel an der Netzwerkarbeit und er möchte die Zusammenarbeit auch mit konventionellen Landwirten voran bringen. HÖ

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