Wolfgang Mevs ist jetzt „Ehrenortswehrführer“

Dietrich Asbach (rechts) wurde als Nachfolger des Ortswehrführers Wolfgang Mevs gewählt. Der langjährige Feuerwehrchef wurde von der Stadt Eutin zum „Ehrenortswehrführer“ ernannt. (Jabs)

Ende einer Ära bei der Freiwilligen Feuerwehr – Eutins neuer Ortswehrführer heißt Dietrich Asbach.

Innerhalb weniger Tage führte der Weg für Eutins neuen ersten Feuerwehrmann von der Wahl zur Ernennung: Am Freitagabend vergangener Woche setzte sich Dietrich Asbach auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Eutin mit einer klaren Mehrheit von 47 zu 16 Stimmen gegen seinen Mitbewerber Klaus-Peter Lundius durch, am Mittwoch erhielt er auf der Sitzung der Stadtvertretung bereits die Ernennungsurkunde.

Seinem Vorgänger Wolfgang Mevs wurde außerdem eine besondere Ehrung zuteil: Die Stadt Eutin verlieh dem Hauptbrandmeister die Ehrenbezeichnung „Ehrenortswehrführer“. Einsatz und Wirken zum Wohle der drei Eutiner Ortswehren nach 25-jähriger Tätigkeit in der Ortswehrführung, sechsjähriger Tätigkeit in der Gemeindewehrführung und 34-jähriger Tätigkeit in den Vorständen der Wehren seien Anlass genug für diese Auszeichnung, hieß es.

Der 63-jährige Mevs war von 2005 an Ortswehrführer in Eutin. In seiner Abschiedsrede vor den Kameraden am Freitag bedauerte er, die Fertigstellung des Feuerwehrhauses nicht erreicht zu haben. Er kritisierte mit Blick auf den seiner Meinung nach ungünstig gewählten Standort, dass dem Gemeindewehrführer nicht ausreichend Gehör geschenkt worden sei. Unter der wachsenden Verschuldung dürfe die Sicherheit der Bürger nicht leiden, mahnte Wolfgang Mevs. Seinem Nachfolger wünschte er „viel Einfühlungsvermögen, Geduld, Objektivität und auch ein Quäntchen Glück“.

Asbach, der in der Bereichsleitung eines großen Discounters tätig ist, ist der Feuerwehr von Jugend an verbunden. Seit 1976 in Eutin ansässig, ist er bei Gründung der Jugendfeuerwehr 1984 in diese eingetreten. Mit dem Gedanken, für die Funktion des Ortswehrführers zu kandidieren, habe er sich seit September intensiv auseinandergesetzt: „Und wenn man die Passion für die Feuerwehr hat, ist die Entscheidung irgendwann klar“, so Asbach. Er werde sich in Zusammenarbeit mit dem stellvertretenden Ortswehrführer Lundius in die laufenden Projekte einarbeiten und Probleme – wie die Tagesverfügbarkeit – angehen, kündigte Asbach an.

Einen Wechsel gab es auch an der Spitze der „Kaderschmiede“, wie Gemeindewehrführer Heino Kreutzfeldt die Nachwuchsabteilung der Eutiner Wehr in seinem Grußwort nannte. Weil sich Timo Jurkschat nach zwölf Jahren als Jugendwart künftig eher im Hintergrund engagieren möchte, wurde Hauptlöschmeister Ralf Bothe in diese Funktion gewählt.

Wie gut die Eutiner für ihre vielfältigen Aufgaben vorbereitet seien, würdigte Kreiswehrführer Thorsten Plath: „Die Eutiner Feuerwehr ist eine exzellent aufgestellte, tatkräftige Wehr, und Wolfgang Mevs war der Motor dazu“, lobte er die Rosenstädter Truppe.

Im Jahresbericht für 2016 sind insgesamt 267 Einsätze – darunter 36 Klein- und Mittelbrände, drei Großbrände und 122 Einsätze der technischen Hilfe – dokumentiert. An den 41 Einsätzen zum vorbeugenden Brandschutz und zur Brandschutzerziehung nahmen 570 Personen teil. Die Freiwillige Feuerwehr zählt 75 aktive Mitglieder, in der Jugendfeuerwehr werden 32 Jungen und Mädchen ausgebildet. AJ

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