Mini-Bürgschaften für Bleiberecht

Zu einer Vortragsveranstaltung mit den Gründerinnen von Peperoncini e.V. am Freitag, 24. Februar, 16.30 bis 18.30 Uhr lädt der Kirchenkreis Ostholstein in das Begegnungs Café im Gemeindehaus Ahrensböker Straße 5 ein. Peperoncini ist ein Rechtshilfefonds, der Asylsuchende bei der Finanzierung von Klageverfahren unterstützt. In vielen Fällen wird nicht einmal dann gegen eine behördliche Entscheidung geklagt, wenn diese offensichtlich unrichtig oder absurd ist. Der Grund dafür sind vor allem fehlende finanzielle Möglichkeiten, sich einen Anwalt zu nehmen. Der Mangel an finanzieller Unterstützung für Gerichtsverfahren von Geflüchteten gab den Anstoß für das Projekt. Ohne Wertung und auf Augenhöhe mit ihren Klägern setzt sich der Verein Peperoncini seit 2015 dafür ein, dass Geflüchtete gegen ihre drohende Abschiebung vor Gericht gehen können. Die Bürgen übernehmen die Anwaltskosten und erhalten im Gegenzug regelmäßig Auskunft über den Stand des Verfahrens.

Die Referentinnen Leonore Stangherlin, Clara Buchstaller und Katharina Enders leben in Leibzig und haben unter anderem in der Refugee Law Clinic Leipzig eine Ausbildung zu Asylrechtsberaterin gemacht. Sie setzen sich seit Jahren ehrenamtlich für geflüchtete Menschen ein. Im vergangenen Sommer wurde Peperoncini für den taz-Panter-Preis nominiert und bekam dazu deutschlandweite Aufmerksamkeit. Peperoncini ist Teil eines bundesweiten Netzwerks von Asylrechtsberatern.

Jetzt soll auch in Ostholstein ein ähnliches Projekt gestartet werden, um Geflüchteten bei ihren Klageverfahren zu helfen. Auf der Veranstaltung werden die Peperoncini-Gründerinnen über ihr Konzept und ihre Erfahrungen berichten und Tipps geben.

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