Die Fahrradschrauber sagen Danke

Florian (14) schlachtet sein altes Fahrrad aus, im Hintergrund ist Norbert Sawallich zu sehen, der die Fahrradschrauber mit Rat und Tat unterstützt. (Fotos: Hö)

Die Arbeitsgruppe von Schülern der Gerhard-Hilgendorf-Schule hat seit mehr als zwei Jahren über 200 Fahrräder repariert und an Flüchtlinge ausgegeben.

„Jetzt ist Schluss, aber das ist nicht das Ende“, sagt Gemeindejugendpfleger Dirk Hakelberg. Mit Beginn der Aktion im Oktober 2014 bis in den Dezember vergangenen Jahres haben Schüler der damaligen Gemeinschaftsschule, jetzt Gerhard-Hilgendorf-Schule, insgesamt 235 Fahrräder in Schuss gebracht. Gemeinsam mit Helga Holthusen wurden diese 235 Fahrräder dann an Stockelsdorfer Flüchtlinge ausgegeben.

Die Fahrradschrauber AG wird geleitet von Hakelberg und der Lehrerin Gesa Draber. Unterstützt werden sie zudem von Norbert Sawallich, der sich für Fahrradtechnik interessiert, selbst passionierter Rennradfahrer ist und die AG ehrenamtlich mit Rat und Tat unterstützt.

„Wir möchten uns bei allen Spendern herzlich bedanken, die Geld oder Fahrräder gespendet haben“, erklärt Hakelberg im Namen der Fahrradschrauber. „Ohne ihre tatkräftige Unterstützung wäre das nie möglich gewesen.“ Dankbar ist Hakelberg auch Helga Holthusen. „Sie persönlich hat in erster Linie den Kontakt zu den Spendern gepflegt und uns viele Fahrräder und Fahrradteile zum Fertigmachen vorbeibracht und die Ausgabe maßgeblich betreut.“

Dass nun vorerst Schluss ist, liegt in der geringen Anzahl an Flüchtlingen, die neu in die Gemeinde kommen. „Die Zahl der neuen Asylbewerber ist stark zurückgegangen, sodass eine regelmäßige Ausgabe von Fahrrädern nicht mehr sinnvoll ist“, erklärt Hakelberg. Deshalb sei nun die Aktion grundsätzlich abgeschlossen. Das bedeutet aber nicht, dass die AG eingestellt wird. „Wir werden weiterhin Spenden und Spendenfahrräder annehmen“, sagt Hakelberg, der aber künftig genauer aussortieren möchte.

Sollte Bedarf bestehen, werden auch künftig Fahrräder ausgegeben. Sie stehen dann auch gegen eine Spende für Haushalte und Familien mit geringem Einkommen zur Verfügung. „Von dem Erlös könnten dann weiterhin Ersatzteile, Schmiermittel und Werkzeuge gekauft werden, um die Fahrradschrauber AG auch die nächsten Jahre am Leben zu halten.“ HÖ

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