Baumhaus-Hotel auf der Bruhnskoppel?

Dieses private Baumhaus, das Andreas Wenning für eine Familie in Westfalen entworfen hat, ist eine typische Mischkonstruktion. Es wird sowohl von Bäumen wie auch von Stelzen gehalten. (Baumraum.de)

Investor stellte Pläne für das Gelände des ehemaligen Berghotels vor.

Kehrt doch wieder Leben auf das Gelände des früheren Berghotels Bruhnskoppel in Malente-Krummsee ein? Im Planungsausschuss stellte ein Investor seine Pläne für ein Baumhaus-Hotel auf dem Areal vor.

Die Idee hatte bereits Bürgermeisterin Tanja Rönck für das ehemalige Schönow-Gelände an der Eutiner Straße. Nun setzt auch die Krummsee Projektierung GmbH auf „Urlaub in den Wipfeln“. Deren Vertreterin Kea Wassermann und Baumhaus-Architekt Andreas Wenning erläuterten: „Wir sind der Überzeugung, dass das Grundstück mit Wald und Wasser ideal ist für dieses Projekt.“ Zielgruppen seien Familien, Paare (Dinkies, Yuppies, Lohas) und Abenteuerlustige. Dinkies steht für gut verdienende Paare ohne Kinder, Yuppies für gut verdienende junge Städter und Lohas für designbewusste, auf Gesundheitsbewusstsein und Nachhaltigkeit bedachte Konsumenten. Geld brauchen sie alle, um im Baumhaushotel Bruhnskoppel zu übernachten. Nach Angaben von Architekt Wenning sind Baumhaus-Hotels für Investoren auch deshalb so attraktiv, weil Übernachtungen zwischen 150 bis 400 Euro kosten. Die könnten die fünf bis zehn Millionen Euro wieder einspielen, die je nach Anzahl, Typ und Ausstattung der Baumhäuser auf dem Gelände investiert werden sollen. In der ersten Grobplanung stehen an der Böschung zum und direkt am Krummsee 35 Häuser, darunter zwölf Zweibett-Häuser, 15 Vierer und acht Sechser.

Eventuell kommen noch Baumzelte oder Baumkugeln dazu, die in den Wipfeln aufgehängt werden. Ergänzt werden soll die Anlage durch ein Verwaltungs- und Rezeptionsgebäude ungefähr an der Stelle der jetzigen Hotelruine, einen Hofladen und eventuell Schwitzhütten und ein Kreativhaus für Workshops.

„Wenn alles gut läuft, ist in zwei Jahren Baubeginn“, sagte Wenning, was ihm Lacher aus dem Publikum eintrug. Seit Jahren warten die Malenter darauf, dass sich etwas tut auf dem Gelände. Auch die Reaktionen der Kommunalpolitiker fielen zunächst verhalten aus. LN

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