Verdienstmedaille für Christa Krause aus Travemünde

Staatssekretär Thomas Losse-Müller überreichte Christa Kraus die Verdienstmedaille. (HN)

Ein rotes Kreuz ziert die große goldfarbene Medaille, in der Mitte der Bundesadler, dazu gibt es eine passende Schatulle: „Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ heißt die Auszeichnung etwas sperrig. Jetzt wurde sie in Kiel an vier Schleswig-Holsteiner verliehen, die mit Freunden und Familie zur Feierstunde angereist waren. Darunter auch an Christa Krause aus Travemünde.

Begrüßt wurden die Gäste von Staatssekretär Thomas Losse-Müller. „Normalerweise würde Ihnen der Ministerpräsident die Medaille überreichen“, erklärte der seinen Gästen. Es sei aber Wunsch des Bundespräsidialamtes, dass so kurz vor einer Wahl solche Veranstaltungen von politischen Führungsfiguren nicht mehr genutzt werden könnten. Dafür sprang dann Losse-Müller ein, als Chef der Staatskanzlei immerhin der erste Beamte im Land.

Feierlich wurden die Verdienste der zu Ehrenden verlesen. Bei Christa Krause eine lange Liste: Sie engagiert sich seit 25 Jahren bei den „Grünen Damen“, die sich um kranke und hilfsbedürftige Menschen in Krankenhäusern und Altenhilfe-Einrichtungen kümmern. Weiter ist sie seit 1990 Mitglied des Kirchenvorstandes der St. Lorenz-Kirchengemeinde. Sie hat eine seit 16 Jahren bestehende Partnerschaftsarbeit mit einer Gemeinde in Riga (Lettland) mit aufgebaut. Seit 2004 ist Christa Krause Vorsitzende des Ausschusses für diese Partnerschaftsarbeit. Sie hat eine Kleiderkammer aufgebaut und ist für das Einsammeln der Kleidung und für den Transport verantwortlich. Seit 2010 engagiert sie sich außerdem im Travemünder „Café Herbst-Licht“, einem Betreuungsangebot für Demenzerkrankte und ihre Angehörigen. Sie hat dafür eine Ausbildung gemacht und gestaltet mit weiteren Ehrenamtlichen, einer Schwester der Vorwerker Diakonie und der Gemeindepastorin gesellige Nachmittage für betroffene Menschen.

Nach der Verleihung ging Christa Krause zum Rednerpult. „Die anerkennenden Worte und die Wertschätzung für die ehrenamtliche Arbeit, die darin zum Ausdruck kam, hat mich tief bewegt“, sagte sie. Als sie kurz vor Weihnachten die Nachricht von der Verleihung erhielt, sei ihr erster Gedanke gewesen: „Nicht ich, das steht mir nicht zu.“

Die hohe Auszeichnung habe sie nun mit großer Dankbarkeit „und auch ein wenig Stolz“ empfangen. Sie dankte ihren ehrenamtlichen Mitstreitern, aber auch Familie und Freunden, die ihr Rückhalt gegeben hätten. HN

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