„Stockelsdorf ist für mich immer Heimat geblieben“

Glückwunsch zum hervorragenden Ergebnis: Ortsvereinsvorsitzender Hartmut Hamerich (links) gratuliert dem frisch gekürten Bürgermeisterkandidaten Christian Fischer. (HÖ)

Auf der Jahreshauptversammlung der Christdemokraten hat sich Christian Fischer als Kandidat zur Wahl des Bürgermeisters im kommenden Jahr präsentiert.

Das genaue Datum der Neuwahl des Bürgermeisters in Stockelsdorf steht noch nicht fest, wohl aber der erste Kandidat, der sich zur Wahl stellen wird:

Christian Fischer (39) wurde am Dienstagabend auf der Jahreshauptversammlung der Christdemokraten mit überwältigender Mehrheit als Kandidat gekürt.

Die Amtszeit von Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann endet im kommenden Jahr. Bereits zu Beginn dieser vierten Amtsperiode hatte sie angekündigt, dass es ihre letzte sein würde. „Das ist auch der Grund, warum wir jetzt einen eigenen Kandidaten präsentieren“, erklärte Ortsvereinsvorsitzender Hartmut Hamerich. „Wir sind mit der bisherigen Arbeit der Verwaltung sehr zufrieden und würden keinen eigene Kandidaten ins Rennen schicken, wenn Brigitte Rahlf-Behrmann erneut kandidieren würde.“

Wichtig war den Christdemokraten keinen Kandidaten zu küren, der politisch halb verbrannt sei. Den Vorschlag einer anderen Fraktion habe man aber abgelehnt, jetzt suche man bei anderen politischen Fraktionen Unterstützer für einen eigenen Kandidaten. Da kam das Angebot von Christian Fischer gerade recht. „Er ist ein Stockelsdorfer Eigengewächs, auch wenn er zurzeit nicht in Stockelsdorf wohnt“, so Hamerich. „Er ist für uns ein Glücksgriff.“

Er sei im letzten Jahr auf den CDU-Vorstand zugetreten und habe das Angebot der Kandidatur unterbreitet, erklärte Fischer bei seiner Vorstellung auf der Jahreshauptversammlung. Geboren wurde Fischer 1977 in Lübeck und kam im Jahr 1986 nach Stockelsdorf. „Ich habe also meine ganze Kindheit und Jugend hier verbracht mit allem, was man so als Jugendlicher so macht“, erzählte Fischer. Mitglied im ATSV, im Schützenverein, in der Kirche und schließlich der Jungen Union. 1996 hat er in Bad Schwartau am Gymnasium am Mühlenberg sein Abitur gemacht.

Nach seiner Zeit bei der Bundeswehr nahm Fischer das Studium der Politikwissenschaften und Jura in Münster mit Abstecher nach Frankreich auf. „Ich habe dort das Land kennen und lieben gelernt“, so Fischer. Nach dem Studium, in dem er auch seine Frau kennenlernte, ging Fischer 2004 nach Hamburg. Seine Frau arbeitet dort als Apothekerin, er selbst ist seit 2010 im Staatsdienst in Hamburg zunächst im gehobenen Dienst an verschiedenen Stationen der Behörden als Verwaltungsjurist tätig. Zurzeit arbeitet Fischer bei der Finanzbehörde und ist dort für die verschiedenen Beteiligungen zuständig und an der Privatisierung der HSH Nordbank beteiligt.

Zurzeit lebt die Familie, Fischer hat einen siebenjährigen Sohn, in Bargteheide genau in der Mitte zwischen Arbeitsort Hamburg und seiner Heimat. „Stockelsdorf ist für mich immer Heimat geblieben“, erklärte Fischer, dessen Eltern in Eckhorst leben. „Stockelsdorf ist ein toller Ort für Familien, ein Ort in dem man gern lebt. Ich möchte die Zukunft als Bürgermeister mitgestalten“, lautet seine Begründung für die Kandidatur. Jetzt wolle er mit den Menschen ins Gespräch kommen, wie sie sich ihren Ort vorstellen. „Ich möchte, dass wir gemeinsam unser Stockelsdorf gestalten.“ HÖ

Mehr zum Thema
Die Amtszeit von Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann endet am 23. April 2018, die dann in den wohlverdienten Ruhestand gehen möchte. Sie stand dann ununterbrochen seit 1997 zunächst als büroleitende Beamtin und ab dem 23. April 1998 als erste parteilose Bürgermeisterin der Verwaltung vor. Die Neuwahl wird voraussichtlich im März 2018 erfolgen, als Wahltermin steht der 11. März im Raum. Weitere Kandidaten stehen bislang noch nicht fest. Die SPD ist noch auf der Suche nach einem Kandidaten oder einer Kandidatin.
Teile diesen Beitrag!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.