Was hilft, wenn Traurigkeit zur Krankheit wird?

Tiefe Traurigkeit und Antriebslosigkeit können Anzeichen einer Depression sein. (Fotolia)

Am 9. Februar beantworten Experten am kostenlosen Wochenspiegel-Lesertelefon alle Fragen rund um das Thema Depression – anonym und vertraulich.

Bleierne Schwermut, völlige Antriebslosigkeit und eine tiefe Traurigkeit, die einfach nicht verschwinden will – für Millionen von Menschen in Deutschland ist dieses Lebensgefühl Alltag. Ohne Hilfe von außen besteht für sie häufig keine Möglichkeit, dem negativen Kreislauf des Grübelns zu entkommen und neue Hoffnung zu schöpfen. Wer an einer Depression leidet, braucht daher schnellstmöglich Zugang zu einer geeigneten Therapie, um nicht weiter in die Verzweiflung abzugleiten. Doch woran erkenne ich als Betroffener, ob ich an einer Depression leide? Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es heute? Wie und wo erhalte ich schnelle Hilfe? Und wie überstehe ich die oft monatelangen Wartezeiten auf einen Therapieplatz? Dazu informieren am Donnerstag, 9. Februar, zwischen 13.30 Uhr und 17.30 Experten am Lesertelefon unter der kostenlosen Hotline 0800/0 60 4000 – vertraulich und auf Wunsch anonym.

Für Betroffene selbst ist es oft schwer zu beurteilen, ob sie tatsächlich an einer behandlungs-bedürftigen Depression erkrankt sind. Zum einen erlaubt ihnen ihre Verfassung kaum eine objektive Einschätzung ihrer Situation, zum anderen können die Symptome einer Depression vielfältig sein. Der erste und wichtigste Schritt für Betroffene ist deshalb, schnellstmöglich Kontakt zu einem Arzt, Psychologen oder Psychotherapeuten aufzunehmen. Falsche Scham ist hier nicht angebracht. Je eher Betroffene sich Hilfe suchen, desto besser sind ihre Aussichten auf Genesung. Denn die gute Nachricht für Menschen mit einer Depression lautet: Es handelt sich um eine Krankheit, die sich in der Mehrzahl der Fälle gut behandeln lässt. Doch nur der schnelle Zugang zu professioneller Hilfe ermöglicht es, die akute depressive Phase zu durchbrechen.

In der Realität erweist sich die Idee der schnellen Hilfe oft als schwer umsetzbar. Denn nur rund ein Zehntel aller Menschen mit einer akuten Depression erhalten hierzulande eine geeignete Psychotherapie. Hinzu kommt: Bis zum Beginn der Therapie vergehen nicht selten sechs Monate. Doch eine Depression lässt sich nicht auf die lange Bank schieben. Im Gegenteil: Unbehandelt können sich die Symptome dramatisch verschlechtern. Doch wie können Betroffene die Wartezeit überbrücken? Eine Möglichkeit sind so genannte Online-Therapieprogramme. Ihre Wirksamkeit haben einige der so genannten technologiegestützten psychosozialen Interventionen mittlerweile in Studien bewiesen: Diese werden von den Patienten akzeptiert und können zu einer Verbesserung der depressiven Symptomatik führen.

Habe ich eine Depression, die behandelt werden muss? An wen wende ich mich, um über meine Krankheit zu sprechen? Können Online-Therapieprogramme in meinem Fall helfen? Wenn ja: Wie finde ich das für meine individuellen Bedürfnisse geeignete Programm? Werden die Kosten dafür von meiner Krankenkasse übernommen? Wird eine Depression immer mit Tabletten behandelt? Und wie vermeide ich einen Rückfall?

Die Experten am Lesertelefon beantworten alle Fragen rund um das Thema Depression – von den Symptomen bis zur Behandlung zum Beispiel durch Medikamente, Gesprächs- und Verhaltenstherapien oder den Einsatz von Online-Therapieprogrammen.

Die Gespräche am Lesertelefon werden streng vertraulich behandelt. Auf Wunsch können die Anrufer anonym bleiben. Anruferdaten und Inhalte der Gespräche werden nicht gespeichert oder aufgezeichnet.

Die Experten stellen keine telefonischen Diagnosen und geben keine konkreten Behandlungsempfehlungen. Einen Besuch beim Arzt, Psychologen oder Psychotherapeuten ersetzt das Lesertelefon nicht.

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