Für die smarte Krankenversorgung

Zusammen arbeiten sie an der intelligenten Krankenversorgung der Zukunft: Christian Korff (Cisco Deutschland, von rechts), Uni-Präsident Prof. Hendrik Lehnert und Prof. Stefan Fischer (Institut für Telematik). (SDF)

Uni Lübeck und IT-Riese Cisco Systems starten Innovationsprojekt.

In einer kleinen Landpraxis wird ein Erkrankter von einem medizinischen Assistenten untersucht und der Spezialist am Uni-Klinikum ist live dabei per Videokonferenz. In einem ambulanten OP steuert ein Arzt die medizinischen Geräte mit der Stimme und mit Gesten. Und im Pflegeheimzimmer passt sich die Einrichtung automatisch an die Bedürfnisse der Gäste an: So könnte bald die medizinische Versorgung aussehen. Um das zu verwirklichen, arbeiten die Universität zu Lübeck und der amerikanische IT-Ausrüster Cisco Systems Inc. zusammen.

Beide haben jetzt den Start „einer mindestens dreijährigen Kooperation“ gefeiert. Gemeinsam wollen sie eine zukunftsweisende Innovations- und Dienstleistungsplattform für die neusten Entwicklungen im Gesundheitswesen aufbauen. Im Center for Open Innovation in Connected Health sollen die neusten Errungenschaften der Telemedizin und der Informationstechnik ausgetüftelt und erprobt werden. „Es geht um die intelligente Krankenversorgung der Zukunft“, erklärte Uni-Präsident Prof. Hendrik Lehnert. Für Cisco, den Weltmarktführer im Bereich der Internettechnologie, gab es gute Gründe, die Zusammenarbeit mit der Uni Lübeck zu suchen, sagte Christian Korff, Vertriebsdirektor Public Sector bei Cisco Deutschland. „Wir haben hier das UKSH mit seiner medizinischen Praxis und der Nähe am Patienten. Wir haben eine stark engagierte Medizintechnik und die hervorstechende Informationstechnologie. Mit dieser Kombination von hervorragenden Kompetenzen ist Lübeck einzigartig.“ Wie viel Geld der IT-Riese für das Projekt ausgeben will, teilte Korff nicht mit. Vor zwei Jahren startete Cisco das Investitionsprogramm „Deutschland digital“ mit einem Volumen von 500 Millionen US-Dollar, um die Ausbildung von Technikern und Wissenschaftlern zu fördern.

„Das ist ein großer Tag für uns“, sagte Uni-Präsident Prof. Hendrik Lehnert. „Mit dieser Innovationsplattform eröffnen wir der Universität neue Entwicklungschancen und Expertise exakt im Kernbereich unserer drei Profilfelder Medizin, Informatik und Biotechnologie.“ Eine derartige Kooperation sei erst möglich, seitdem die Hochschule 2015 eine Stiftungsuniversität geworden ist, erklärte Lehnert.

SDF

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