Drehbrückenplatz wird doch saniert

Statt Verkehrsödnis eine Ecke für Wasserfreunde: Am Drehbrückenplatz soll eine abgestufte, barrierefreie Terrasse zur Trave entstehen. (SDF)

Die Hansestadt findet Fördermöglichkeiten für die Umgestaltung.

Es ist die Untertrave-Umgestaltung light. Die Hansestadt sucht nach Möglichkeiten, zumindest einen Teil des westlichen Altstadtrands zu erneuern und attraktiver zu machen. Der Bürgerentscheid im Dezember hatte zwar bestimmt, dass die Linden an der Kaikante der Untertrave erhalten werden müssen. Damit wurde das Prestigeprojekt faktisch beendet. Der Abschnitt zwischen Drehbrückenplatz und Hansemuseum ist jedoch vom Baustopp nicht getroffen. Das erklärte Stadtplanerin Christine Koretzky im Bauausschuss.

Die zugesagten Fördermittel für die Umgestaltung der Untertrave sind zwar nach dem Bürgerentscheid zum größten Teil verloren. Sowohl die EFRE-Mittel als auch die Förderung durch das Investitionsprogramm Nationale Projekte des Städtebaus stehen nicht mehr zur Verfügung. Aber: „Lübeck hat ein wenig Glück im Unglück“, sagte die Stadtplanerin. „Im Rahmen des Landesprogramms für die Städtebauforderung sind noch Gelder vorhanden.“

Es geht um 3,8 Millionen Euro, die die Hansestadt bereits erhalten hat und bis Ende 2018 ausgeben muss. Diese Summe allein reicht nicht aus, um den zweiten Bauabschnitt der Untertrave komplett zu realisieren, dafür werden sechs Millionen Euro benötigt. Es gibt aber Hoffnung auf mehr. Und zwar auf die Fördergelder für den Städtebau, die anderen Gemeinden zugeteilt, aber nicht verbaut wurden.

Erste Gespräche mit dem Innenministerium hätten ergeben, dass die Fördermittel für Lübeck mit den Rückläufern aus dem ganzen Land aufgestockt werden könnten. Die Hansestadt selbst müsste rund 730

000 Euro aufbringen. Da für die ursprüngliche Gesamtmaßnahme an der Untertrave bereits 1,5 Millionen Euro für die Jahre 2017 und 2018 im Haushalt eingeplant waren, sind ausreichende Mittel vorhanden.

„Wir könnten dann den zweiten Bauabschnitt realisieren“, sagte Koretzky.

Der zweite Abschnitt der Untertrave wird dann bis Ende 2018 so umgestaltet, wie bisher vorgesehen. Demnach wird am Drehbrückenplatz eine barrierefreie Terrasse zum Wasser entstehen, der Verkehr umgeleitet und Sitzgelegenheiten geschaffen. SDF

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