Ein Luther-Taler zum Reformationsjubiläum

Konditormeister Peter Czudaj, Sabine Weiß, Kirchenvögtin an St. Marien, und Michael Goden präsentieren den neuen Luther-Taler (Mitte) aus Marzipan. (Steffi Niemann/ Kk-Ll)

Idee aus Lübeck – Porträt aus Marzipan kann man jetzt kaufen.

Aus Anlass des 500-jährigen Reformationsjubiläums erscheint in Lübeck ein Taler mit dem Portrait des großen Reformators Martin Luther. Ein Portrait-Taler aus Marzipan. Obwohl Luther nie in Lübeck weilte und die Reformation erst 17 Jahre später in Lübeck in der St. Marien-Kirche eingeführt wurde, kann die Idee zu einem Marzipan-Taler nur aus Lübeck kommen.

Die Idee gebar Prof. Michael Goden. Da er seit Jahren Beziehungen zur Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM) hat war es ein Leichtes, die Geschäftsleitung der KPM von der Idee zu begeistern, die Form des Luther-Medaillons aus Biskuitporzellan für den Lübeck-Taler zu verwenden. Nun musste sich nur noch jemand in Lübeck finden, der diesen Taler herstellt. Den fand Michael Goden bei der Familie Czudaj. „Wir kennen uns schon sehr lange, uns als die Anfrage kam, habe ich gleich ja gesagt“, so Peter Czudaj und er kreierte gemeinsam mit seiner Tochter den Luther-Taler mit einem Gewicht von 125 Gramm. „Uns erreichten schon Anfragen aus Eisenach und Wittenberg, die Interesse an dem Taler haben“, ergänzt Michael Goden. Und auch die KPM habe Interesse an dem Verkauf.

Der Luther-Taler ist im Café Czudaj und im Shop in der Marienkirche erhältlich. Der Verkauf geht durch das ganze Jubiläumsjahr. Der Reinerlös wird für die Jugendarbeit an St. Marien in Lübeck abgeführt. „Wir werden das Geld für die Erlebnisnacht in St. Marien für Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis zwölf Jahren verwenden“, informiert Kirchenvögtin Sabine Weiß. Diese Nacht sei sehr beliebt. Die Kinder können ab 19 Uhr St. Marien erobern und an verschiedenen Stationen spielerisch und künstlerisch kennenlernen.

Hergestellt wurden zunächst 100 Marzipantaler; 1000 Stück sind für das ganze Jahr geplant. Ein Taler kostet um die fünf Euro.

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