Tierschutz Lübeck richtet OP-Fonds ein

Das Tierheim muss zunehmend kranke Tiere behandeln und hat deshalb hohe Tierarztkosten zu verzeichnen.

Mit Spenden auf dieses Sonderkonto sollen zukünftig aufwendige tierärztliche Behandlungen finanziert werden.

Es sind vorwiegend Katzen, die mit schwerwiegenden Erkrankungen in das Lübecker Tierheim kommen. Um die Behandlung dieser Erkrankungen finanzieren zu können, hat der Tierschutz Lübeck jetzt einen OP-Fonds ins Leben gerufen.

„Viele Fundkatzen kommen in einem schlechten Gesundheitszustand zu uns“, erklärte Ellen Kloth, Vorsitzende des Tierschutzvereins. „Zahnerkrankungen, starker Parasitenbefall wie Flöhe, Würmer und Milben sind schon beinahe normal. Hinzu gekommen sind aber vermehrt Herz- und Schilddrüsenerkrankungen, Frakturen und auch Tumorerkrankungen.“ Dann sind da aber auch noch die tragischen Fälle der alten Katzen, deren Besitzer verstorben sind oder in ein Altersheim mussten und die ihre Katze nicht mitnehmen können.

„Glücklicherweise können alle Erkrankungen behandelt werden und die Pfleger kümmern sich aufopferungsvoll um die kranken Tiere. Die tiermedizinischen Behandlungen kosten aber auch viel Geld“, so Ellen Kloth weiter. Pro Jahr wendet der Tierschutzverein rund 60000 Euro allein für Operationen auf, insgesamt kommen zirka 100000 bis 120000 Euro an Tierarztkosten zusammen.

„Wir möchten daher ein Sonderkonto für Operationen und aufwendige tiermedizinische Behandlung einrichten.“

Dieses Sonderkonto wird weiter bestehen bleiben, sodass Tierfreunde auf dem als OP-Fonds bezeichneten Spendenkonto Gelder einzahlen können. „Wir freuen uns über jede Spende, egal in welcher Höhe, jeder Cent hilft unseren Tieren“, erklärt Ellen Kloth.

Aber auch auf jedes andere Konto des Tierschutzes kann für den Fonds gespendet werden. Bei der Überweisung ist lediglich das Stichwort „OP-Fonds“ nötig.

In den vergangenen zehn bis 15 Jahren hat der Tierschutz Lübeck viel in verschiedene Projekte investiert. Ein neues Kleintierhaus und der Hundecampus sind fertiggestellt worden. Jetzt soll als letzter Baustein auch das Katzendorf realisiert werden. „Die Baugenehmigung liegt bereits vor“, freut sich die Vorsitzende. Aufgrund der derzeit hohen Baupreise ist der Baubeginn aber erst für 2018 angedacht. HÖ

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