Bürgerbegehren gegen die Stadtsanierung?

Die grundlegende Sanierung der Peterstraße soll gestoppt werden – dazu wollen Kaufleute ein Bürgerbegehren auf den Weg bringen. (Graap)

Die scheinbare Harmonie zwischen Stadt und Kaufmannschaft war von kurzer Dauer: Nach einer Mitgliederversammlung der Wirtschaftsvereinigung Eutin (WVE) haben die Eutiner Geschäftsleute Marcus Gutzeit, Alexander Scholz und Thorben Junge Gespräche mit der Kommunalaufsicht geführt, um ein Bürgerbegehren in Gang zu bringen. Ziel ist der Stopp der Stadtsanierung im geplanten Umfang: „Wir wollen den massiven Einschnitt, wie er in der Peterstraße vorgesehen ist, vermeiden. Es ist objektiv nicht so, dass dort das Leitungssystem saniert werden muss“, erklärt Gutzeit. Zu befürchten seien massive Umsatzeinbußen, Schäden an der Bausubstanz der anliegenden Häuser durch die Arbeiten in der Tragschicht und damit verbunden mögliche Baustopps durch klagende Anwohner. „In der WVE gibt es derzeit zwei unterschiedliche Meinungen: Eine Seite ist zufrieden mit den Gesprächen mit Stadt und Baustellenmanager. Wir sagen: Wir brauchen keinen Baustellenmanager, weil wir die ganze Maßnahme nicht brauchen“, sagte Gutzeit zur Position der Initiatoren. Nach der Sitzung der WVE hatte er die 35 Anwesenden um Rückmeldung gebeten, wer das entsprechende Bürgerbegehren befürworte. Nur zwei der Anwesenden stimmten dagegen. In vier bis sechs Wochen erwarte man nun den Bescheid der Kommunalaufsicht zur Zulässigkeit des Bürgerbegehrens.

Dagegen hofft der WVE- Vorstandsvorsitzende Hans- Wilhelm Hagen im Dialog mit Landesregierung ein Aussetzen der anvisierten Sanierung ohne Verlust der Fördermittel zu erreichen. AJ

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