Langsam wird’s brenzlig: Feuerwehr braucht Verstärkung

Gemeindewehrführer Andreas Riemke, Ortswehrführer Benjamin Blöcker und sein Stellvertreter Nils Raese (v.r.) rufen zum Mitmachen auf. (vg)

Insgesamt gibt es in der Gemeinde Bosau kein Mangel an Feuerwehrleuten. Mit 204 Blauröcken sei man stark aufgestellt, und auch die Jugendwehr boome, betont Gemeindewehrführer Andreas Riemke. Doch in den Ortswehren mancher Dorfschaften läuten die Alarmglocken. Vor allem die Freiwillige Feuerwehr Majenfelde-Quisdorf hat Personalprobleme, die sogar existenzgefährdend sind.

Da die Wehr nur noch über 14 aktive Kameraden verfügt – von denen lediglich neun vor Ort wohnen –, hat Bürgermeister Mario Schmidt jetzt einen Hilferuf an die Einwohner verschickt: 113 dienstfähige Personen im Alter von 16 bis 60 Jahren wurden persönlich angeschrieben und zum Mitmachen eingeladen. Denn eigentlich müsste die Zahl der Aktiven auf 18 verdoppelt werden – das ist die Mindestanforderung für die Einsatzabteilung. „Angesichts der Durststrecke sind wir auf jede Frau und jeden Mann angewiesen“, so Schmidt. Und Riemke betont: „Der Ernst der Lage muss jedem bewusst werden: Wer die Feuerwehr im Ort halten will, muss sich jetzt aufmachen!“

Aufgabe der Freiwilligen Feuerwehr Majenfelde-Quisdorf ist es, den Brandschutz im Wohnbereich sicherzustellen sowie bei Unfällen, Sturmschäden oder Starkregenfällen Hilfe zu leisten. Einsteiger erhalten – über zwei Jahre verteilt – eine Grundausbildung. In der Regel stehen zwei Übungsabende im Monat auf dem Programm. Kosten fallen für die Feuerwehrleute nicht an, selbst der Arbeitgeber wird im Einsatzfall für eine Freistellung entschädigt.

Da in absehbarer Zeit eine Entscheidung für die Zukunft der Wehr getroffen werden muss, sollten sich Interessenten bis zum 15. Januar melden. Ortswehrführer Benjamin Blöcker steht unter Telefon 04527/246400 für weitere Infos zur Verfügung. vg

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