Kulturbund: mutig und bewundernswert

Bürgermeister Carsten Behnk (Dritter von links) und Bürgervorsteher Dieter Holst (rechts) luden die Kulturbund-Vorstände Erika Hofmann, Bärbel Heise, Matthias Schiffer und Dr. Wolfgang Griep (von links) zum Eintrag ins Stadtbuch ein. (Graap)

1946 gegründeter Verein wurde mit dem Kulturpreis der Stadt Eutin ausgezeichnet.

Zum sechsten Mal seit 2006 wurde in der vergangenen Woche der Kulturpreis der Stadt Eutin verliehen. Erhalten hat ihn eine echte Institution der Rosenstadt: der Kulturbund Eutin. Seit 70 Jahren haben ganze Generationen von Ehrenamtlern das kulturelle Leben der Stadt mit der Organisation anspruchsvoller und abwechslungsreicher Veranstaltungen bereichert.

„Diese kontinuierliche, beachtliche Leistung muss honoriert werden“, so Bürgervorsteher Dieter Holst, der das Kulturprogramm selbst seit den 60er-Jahren genießt.

Laudator Hartmut Buhmann, der den Verein nicht nur als Journalist, sondern auch als Mitglied lange begleitet hat, dankt dem rührigen Vorstand des Kulturbundes „für den ästhetischen Reichtum, den er uns Jahr für Jahr beschert“. Dabei sei das Austarieren der kulturellen Risiken und Gewinne das tägliche Brot für die Vorstandsmitglieder. Das Programm laviere zwischen dem Festhalten an bewährt Traditionellem und dem Mut zu Experimenten. Zuletzt habe der Kulturbund mit der Eröffnung des kommunalen Kinos im „Binchen“, wo zugleich eine kleine Theaterbühne eingerichtet wurde, Bewundernswertes auf die Beine gestellt.

Buhmann nannte den Verein ein gutes Beispiel für bürgerliche Beteiligungskultur. „Der Kulturbund bietet allen die Chance, an der Gestaltung des kulturellen Lebens in Eutin spürbar mitzuwirken. Der von Zeit zu Zeit fällige Wechsel im Vorstand befördert auch neuen Elan, frische Ideen und anderen Zeitgeist in der Programmbildung“, so der Laudator. Buhmann betonte, dass es auch in Zukunft – Digitalisierung hin, Internet her – von großer Wichtigkeit fürs soziale Miteinander sein werde, „dass wir Stätten der leibhaftigen Begegnung haben. Stätten, in denen vor unseren Augen und Ohren etwas entsteht, was unsere Sinne, unser Denken gefangen nimmt und zum Austausch mit anderen anregt. Theater und Konzerte, Lesungen, Kabarett, Film und dergleichen sind kulturelle Lebenszeichen, die unsere Wahrnehmung vom Sein und seinen Möglichkeiten bereichern.“

Buhmann bescheinigte dem Verein, die öffentlichen Mittel stets sinnvoll und effektiv eingesetzt zu haben. „30000 Euro überweist die Stadtkasse jährlich, 5000 Euro stammen vom Kreis – im Vergleich zu dem, was diese Stadt allein für meist folgenlose Gutachten ausgibt, ist das gut angelegtes Geld“, stichelte der Eutin-Kenner. vg

Teile diesen Beitrag!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.