Das Schloss wird immer barriereärmer

Zum Test wurden bereits im Vorfeld der Bauarbeiten einige Meter der neuen Granitplatten im Schloss-Innenhof verlegt. (Graap)

Innenhof erhält Rundweg mit Granitplatten – ein Fahrstuhl ist im Bau.

Die Stiftung Schloss Eutin macht Ernst: Der wegen seines groben Granitpflasters allzu holprige Innenhof des Eutiner Wahrzeichens wird im Zuge einer 290000 Euro teuren Baumaßnahme umgestaltet. Menschen mit Behinderung sollen das Schloss ohne Beeinträchtigungen betreten können. „Ziel ist es, für das Schlossmuseum eine möglichst barrierearme Umgebung zu schaffen. Eine völlige Barrierefreiheit lässt sich in dem historischen Gebäude leider nicht ganz verwirklichen“, erläutert Geschäftsführerin Brigitta Herrmann.

Wie Bauberater Burkhard Beck-Broichsitter erläutert, wird der vorhandene Granitstein aufgenommen, um rund um den Innenhof und bis auf die Brücke hinaus einen ein Meter breiten Steifen aus Granitplatten zu verlegen. Dies soll ein reibungsloses Befahren mit Rollstühlen und Gehwagen ermöglichen. „Zusätzlich wird eine sogenannte taktile Rille eingefräst, um auch Sehbehinderten den Zugang zu erleichtern“, berichtet Beck-Broichsitter. Ausgeführt werden die Pflasterarbeiten von der Firma Smid aus Plön, die hier „diffizile Handarbeit“ einsetzen muss. Darüber hinaus werden die Erdarbeiten genutzt, um Rohrleitungen zu erneuern und eine Sicherheitsbeleuchtung in den Fußweg einzubringen.

Abgestimmt ist das Projekt nicht nur mit dem Denkmalschutz, sondern auch mit dem Beirat für Menschen mit Behinderung des Kreises Ostholstein. „Das ist auch eine Zukunftsinvestition, denn die Menschen werden immer älter. Und letztendlich profitiert jeder Bürger von der Barrierefreiheit – ob Lieferanten oder Familien mit Kinderwagen“, unterstrichen die Beiratsmitglieder Edda Rahlf, Angelika Sommer und Horst Martin am Dienstag bei der Vorstellung des Bauvorhabens.

Bereits seit 2014 gibt es im Schloss ein barrierefreies WC, und zurzeit wird außerdem mit großem Aufwand ein Fahrstuhl ins Gebäude integriert. Die Maßnahmen sollen bis Ende März fertiggestellt sein.

An den Kosten scheitert bislang nur der Bau eines barrierefreien Zuganges zum Schloss-Restaurant. vg

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