Forderungskatalog geht nach Kiel und Berlin

Großes Thema im Rathaus: Bettina Hagedorn (MdB) diskutierte mit Bürgermeister Dr. Uwe Brinkmann (Mitte),Vertretern aus den Fraktionen, dem Bauamt und Mitgliedern der Bürgerinitiative über die Pläne der Hinterlandanbindung. (mpa)

Bettina Hagedorn (MdB) sprach über Hinterlandanbindung mit Bürgermeister, Fraktionsvertretern und Bürgerinitiativen.

Es lohne sich, sich für mehr Schutz bei der beabsichtigten Schienenhinterlandanbindung für Bad Schwartau stark zu machen, ist sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn sicher. Dass die Feste Fehmarnbeltquerung komme, daran sei zwar nicht mehr zu rütteln. Doch Bad Schwartau und alle anderen betroffenen Kommunen könnten im Beteiligungsverfahren noch hinreichend Einfluss nehmen.

Auf ihrer Gesprächstour zu den Bürgermeistern der Ostholsteinischen Kommunen war Hagedorn, die sich gegen eine Feste Fehmarnbeltqeltquerung ausspricht, auch bei Schwartaus Bürgermeister Dr. Uwe Brinkmann zu Gast. Zusammen mit Vertretern aus den Fraktionen und Mitgliedern von Bürgerinitiativen diskutierte die Genossin den derzeitigen Sachstand und die Möglichkeiten von entscheidenden Nachbesserungen. Ein Forderungskatalog, der den einstimmigen Willen der politischen Parteien und Bürgerinitiativen in Bad Schwartau widerspiegelt, konnte ihr an diesem Abend übergeben werden. Da Bad Schwartau besonders betroffen ist von den Plänen der Hinterlandanbindung, geht es in dem Forderungskatalog unter anderem um eine Tieferlegung des Gleisbettes in der beabsichtigten Ortsdurchfahrt, eine Eisenbahnunterführung in der Kaltenhöfer Straße und in der Elisabethstraße um eine Verkehrsanbindung ohne höhengleiche Kreuzung der Eisenbahn. Auch die Sicherung von finanziellen Mitteln für einen Lärm- und Erschütterungsschutz steht auf der Schwartauer Agenda.

Während bei den anderen Bürgermeisterbesuchen jeweils mehrere Themen besprochen wurden, ging es in Bad Schwartau ausschließlich um Thema Nr. 1, die Schienenhinterlandanbindung. Etwa eineinhalb Stunden wurde im Rathaus intensiv diskutiert. „Das Gespräch hat mir gezeigt, welche Bedeutung das Projekt für Bad Schwartau hat“, so Hagedorn im Anschluss. „Nehmen Sie Einfluss“, machte sie den Schwartauern Mut, das Beteiligungsverfahren zu nutzen, um die Interessen der Stadt so optimal wie möglich zu vertreten. „Auch wenn es ein langer und steiniger Weg wird, nutzen Sie ihre Chancen und ihr gesamtes Potential“, so Hagedorn, die auf eine Einigung aller involvierten Kommunen und auf ein tragfähiges Ergebnis setzt. Bernhard Schmidt vom städtischen Bauamt stellte in den Fokus, dass es zum Lärm- und Erschütterungsschutz bisher keine detaillierten Informationen der Bahn gäbe. „In keinem anderen Bereich der Trasse sind so viele Anwohner betroffen wie bei uns in Bad Schwartau“, machte Schmidt deutlich.

Bettina Hagedorn versprach, sich für die Forderungen aller betroffenen Kommunen in ihrem Wahlkreis einzusetzen. Den Schwartauer Forderungskatalog gibt sie zunächst an den Bundesverkehrsminister in Berlin wie auch an den Ministerpräsidenten in Kiel weiter. mpa

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