Eutin gelobt Verbesserung …

Den Katalog mit Verbesserungsvorschlägen nahmen Bürgermeister Carsten Behnk (Dritter von rechts) und Bürgervorsteher Dieter Holst (rechts) von den Fahrradfreunden Andrea Stolz, Margret Burggraf, Jens Rose-Zeuner und Tilo Hegenberg (von links) entgegen. (Graap)

Fahrradinitiative übergibt Liste mit über 100 Vorschlägen für einen besseren Radverkehr.

2012 wurde im Integrierten Stadtentwicklungskonzept festgestellt, dass es in Eutin für Radfahrer und Fußgänger reichlich Nachholbedarf gibt. Die Mitglieder der Initiative „Fahrradfreundliches Eutin“ haben geschaut, an welchen Stellen Drahtesel ausgebremst werden, und Bürgermeister Carsten Behnk jetzt eine Liste mit „100+ Verbesserungschancen für den Radverkehr in Eutin“ überreicht.

„Das Papier hat nichts mit Meckerei zu tun, es soll Hilfestellung geben, Maßnahmen für eine fahrradfreundlichere Stadt noch weiter voranzubringen“, betonte Initiativen-Sprecher Jens Rose-Zeuner. Er hatte auch eine Positivliste mit 18 von der Stadtverwaltung bereits umgesetzten Verbesserungen zur Hand. Dennoch befindet sich Eutin immer noch auf einem der letzten Plätze des Fahrradklimatests des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC).

Durch kleinere, oft kostengünstige und schnell umsetzbare Maßnahmen lässt sich das ändern“, erläutert Mitstreiter Tilo Hegenberg. Die Liste geht ins Detail. Vorgeschlagen wird, gefährlich hohe Bordsteinkanten gegenüber von Straßenausfahrten in der Plöner Straße abzusenken, irreführende Verkehrsschilder abzubauen, Stolperfallen zu entfernen, allzu unebenes Kopfsteinpflaster zu glätten oder die Sperrung von Waldwegen für Radler aufzuheben.

„Die Verbesserungen sind zum Vorteil aller Verkehrsteilnehmer. Wenn sich Radfahrer auf ihren Wegen sicher fühlen, kommen sie auch weniger mit Fußgängern und Autofahrern in Konflikt“, unterstreicht Hegenberg. In das 60-seitige Papier hat die Fahrradinitiative ein paar 100 Stunden Arbeit gesteckt.

Bürgermeister Behnk machte deutlich, dass es in Eutin zurzeit viele Baustellen gebe und man das Thema nicht losgelöst von den laufenden Planungen für die Verkehrsinfrastruktur sehen dürfe. Er versicherte aber, dass das Bauamt ein zuverlässiger Ansprechpartner für die Fahrradinitiative sei und die Checkliste auch im Mobilitätsbeirat beraten werden sollte. Nach dem Rücktritt des Vorsitzenden muss sich das Gremium allerdings erst wieder selbst finden – die Zukunft des Bereites will die Verwaltung in einem internen Gespräch mit den übrig gebliebenen Mitgliedern klären.

Viel abgewinnen konnte Behnk aber dem ausgegebenen Ziel der Initiative, dass Eutin beim nächsten ADFC- Fahrradklimatest den Titel „Top-Aufsteiger“ ergattert. Denn Städte, bei denen in puncto Radverkehr einiges im Argen liegt, die sich aber besonders um Verbesserung bemühen, werden vom Fahrrad-Club extra prämiert. Wie das Thema Mobilität strukturiert angegangen werden kann, darüber berät eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Stadtverwaltung, Kommunalpolitik, Wirtschaft und Planungsbüros am 9. Dezember. Dort soll auch die Umsetzung des Radverkehrskonzepts besprochen werden»Nähere Infos zu den erarbeiteten Verbesserungsvorschlägen finden Interessierte im Internet unter http://eutinfahrradfreundlich.blogspot.de.

. Vg
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