Eutin-Ansichten von anno dazumal

Zu manchen Postkarten- und Fotomotiven stellt Dr. Julia Hümme spannende Rätselfragen. (Graap)

Ausstellung zeigt Postkarten und Fotos aus 100 Jahren Stadtgeschichte.

Mehr Lokalkolorit geht nicht: Das Ostholstein-Museum am Schlossplatz 1 hat im Dachgeschoss eine Ausstellung eröffnet, die das Herz von Eutinern und Eutin-Liebhabern höher schlagen lässt. Unter dem Titel „Ansichtssache“ sind bis Ende Januar Postkarten und Fotos aus 100 Jahren Stadtgeschichte zu sehen.

„Wir räumen gerade unsere Magazine auf, und da ist uns bewusst geworden, wie viele Fotografien das Museum doch besitzt“, erläutert Museumsleiterin Dr. Julia Hümme. Als „wandelndes Eutin-Lexikon“

hat sie mit Regine Jepp (und deren Ehemann Karlheinz) von der Bürgergemeinschaft Eutin Verstärkung ins Boot geholt. Schließlich gibt es viele historische Gebäude heute nicht mehr. Bei der Vorbereitung der Ausstellung war also Expertenrat gefragt.

Die bilderreiche Zeitreise dokumentiert den Wandel der Rosenstadt ab 1870 bis ungefähr 1970. „Die Fotografien werden bei so manch einem Besucher Erinnerungen wecken. Die Bilderreise führt durch die alten Straßen und Gassen der Stadt, vorbei an längst vergessenen, verlorenen oder auch vollkommen anders gestalteten Häusern. Es ist ein Rundgang durch die Stadt“, sagt Julia Hümme. Doch nicht nur Schauen ist angesagt, die Ausstellungsmacher laden die Besucher auch zum Rätseln ein: „Bei 27 ausgewählten Fotos findet man eine inhaltliche Frage zum abgebildeten Motiv. Die teilweise verblüffenden Antworten darauf befinden sich auf der Rückseite der Fragekarte. Die Besucher dürfen sich also auf ein wenig Spaß, einen regen Austausch vor den Bildern und einige Überraschungen freuen“, erklärt die Museumschefin.

Ergänzt wird die Ausstellung durch ein kleines Rahmenprogramm. So bietet Regine Jepp am Sonntag, 11. Dezember, um 11.30 Uhr eine amüsante Anekdoten-Führung an. Und zur Finissage am 29. Januar laden Julia Hümme und Ehepaar Jepp um 15 Uhr zur Fotosprechstunde ein: Dann können Eutiner ihre alten Familienfotos begutachten lassen. »www.oh-museum.de

vg
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