Richtfest am Neubau der Feuer- und Rettungswache 3

Im Beisein der Berufsfeuerwehr sowie Vertretern aus Verwaltung und Politik konnte jetzt das Richtfest für den Neubau der Feuerwache 3 an der Travemünder Landstraße gefeiert werden. Den Richtspruch hielt Polier Reinhard Nöldner von der Firma August Prien. (HÖ)

Nach Verzögerungen durch umfangreiche Vorarbeiten am Gelände, die das Projekt um 280000 Euro verteuerten, gehen die Arbeiten zügig voran.

Im April war die Grundsteinlegung für den Neubau der neuen Feuer- und Rettungswache 3 an der Travemünder Landstraße, jetzt wurde das Richtfest gefeiert. Damit befindet sich das Projekt auf einem guten Weg, trotz aller Hindernisse.

„Ich freue mich, dass wir heute das Richtfest für die neue Wache feiern können. Diese Investition ist von großer Bedeutung für die Sicherheit der Bewohner im nördlichen Travemünde und auf dem Priwall“, so Bürgermeister Bernd Saxe in seiner Begrüßungsrede. „Gleichwohl wir mit außerplanmäßigen Behinderungen konfrontiert wurden kann das neue Gebäude, welches dann allen technischen Anforderungen und DIN-Vorschriften gerecht wird, um den Jahreswechsel 2017/2018 in Betrieb genommen werden.“

Die alte Feuerwache in der Elbingstraße ist mittlerweile viel zu klein und erfüllt nicht mehr die technischen Anforderungen. Seit vielen Jahren schon kämpfte die Berufsfeuerwehr für einen Neubau.

Zudem sieht der Feuerwehrbedarfsplan vor, mit zehn Personen in zehn Minuten am Einsatzort einzutreffen. Damit diese so genannte Hilfsfrist auch für Travemünde und auf dem Priwall eingehalten werden kann, entschied sich die Lübecker Bürgerschaft für einen Neubau auf dem Grundstück Stachelbeerkamp zwischen der Travemünder Landstraße und dem Zubringer zur B 75.

Das Gelände, eine ehemalige Kiesgrube, musste allerdings aufwändig hergerichtet werden. So mussten unterschiedliche Höhen angeglichen und der Boden ausgetauscht werden. Das führte nicht nur zu zeitlichen Verzögerungen, auch die Kosten wuchsen dadurch von 7,5 auf 7,8 Millionen Euro, die durch den städtischen Haushalt abgedeckt werden.

Den Zuschlag für den Neubau erhielt das Kieler Architekturbüro bbp architekten. Dieses realisierte einen Neubau der aus zwei versetzt angeordneten, länglichen Baukörpern besteht, die parallel zu den umgebenden Straßen angelegt sind. Das dreigeschossige Hauptgebäude erstreckt sich über eine Länge von 70 Metern, während die angrenzende Fahrzeughalle circa drei Meter länger ist. Insgesamt handelt es sich um eine Fläche von rund 3970 Quadratmetern.

Als nächste Arbeiten sind das Verschließen des Gebäudes, wie das Einbringen der restlichen Fenster sowie Dachabdichtungsarbeiten. Danach erfolgt der Innenausbau. Das Gebäude soll bis zum Jahresende 2017 betriebsbereit sein. Feuerwehrchef Bernd Neumann freut sich nach dem langen Weg nun auf das neue Gebäude. „Das ist ein neuer Standard“, erklärte er und ergänzte schmunzelnd: „Die Wachen 1, 2 und 4 haben noch alten Standard. Ich komme da gern wieder auf Sie zu.“ HÖ

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