Maler, Innenarchitekt und Visionär

Das Gemälde „Die Spanierin“ entstand 1911 in Konstantinopel. hfr

Ostholstein-Museum zeigt eine Ausstellung über den Expressionisten Wenzel Hablik.

Das Eutiner Ostholstein-Museum widmet sich in seiner neuesten Sonderausstellung dem reichen Schaffen des Malers, Grafikers, Innenarchitekten und Kunsthandwerkers Wenzel Hablik (1881-1934), der bis heute nicht nur zu den bedeutendsten Expressionisten in Schleswig-Holstein gehört, sondern auch deutschlandweit als wichtiger Vertreter der expressionistischen Architektur bekannt ist. Die Schau wird am Sonntag, 20. November, um 12 Uhr im Museum am Schlossplatz 1 eröffnet. Katrin Maibaum, Leiterin des Wenzel- Hablik-Museums in Itzehoe, führt in die Kunstausstellung ein.

Das facettenreiche Werk Wenzel Habliks umfasst große Ölbilder von Sternenhimmeln mit Planetenbahnen, Porträts sowie norddeutsche Landschafts- und Meeresbilder, Zeichnungen und Aquarelle von utopischen Weltraumsiedlungen, beeindruckende Möbel und Textilien, kleine Kristallschlösser, exotische Muschelsammlungen, tierische Figuren aus Metall und vieles mehr. Mit Ölbildern, Zeichnungen, Aquarellen, ausgewählten Möbeln und Designobjekten ist in Eutin ein repräsentativer Querschnitt aus dem beeindruckenden Schaffen des vielseitigen Künstlers zu sehen.

1881 in Böhmen geboren, studierte Hablik in Wien und Prag und ließ sich schließlich 1907 in Itzehoe nieder. Während ihm in seiner Malerei vor allem das Meer, die Küsten, die Heide- und Hügellandschaften als Motive dienten, waren es die Berge mit ihren Kristallvorkommen, die ihn zu seinen atemberaubenden Architekturutopien inspirierten. Der Idee folgend, dass künstlerische Qualität für die Ausgestaltung aller Lebensbereiche Geltung habe, entwarf Hablik zudem extravagante Raumkonzepte für zahlreiche öffentliche und private Interieurs in Norddeutschland.

Sämtliche Exponate stammen vom Wenzel-Hablik-Museum in Itzehoe, finanziell gefördert wird die Schau von der Sparkassen-Kulturstiftung in Ostholstein.

»Geöffnet ist die Ausstellung bis zum 29. Januar mittwochs und freitags von 15 bis 17 Uhr sowie sonnabends, sonn- und feiertags von 11 bis 17 Uhr. Weitere Infos unter www.oh-museum.de.

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