Nach dem Feuer wird jetzt aufgeräumt

Derzeit informieren Zettel in den Schaufenstern darüber, warum einige Geschäfte geschlossen bleiben müssen. Beim Strandshop hat man sich für die humorvolle Informationsvariante entschieden. (KG)

In Timmendorfer Strand ist der Schock nach dem Nautic-Brand noch nicht verdaut.

Noch immer steigt den Spaziergängern im Zentrum von Timmendorfer Strand ein deutlicher Brandgeruch in die Nase und erinnert an das Feuer, welches am Mittwoch, 26. Oktober, im Nautic-Club ausgebrochen war. Die Staatsanwaltschaft ist zu dem Schluss gekommen, dass es sich vermutlich um einen technischen Defekt als Brandursache gehandelt haben müsse.

Nun sind Gutachter, Statiker und Brandsachverständige an der Reihe. Mike Lindner, der Inhaber des Gebäudekomplexes, rechnet erst in drei bis vier Wochen mit einem Ergebnis.

In den Geschäften im Erdgeschoss, die durch Rauch und Löschwasser unterschiedlich stark beschädigt wurden, laufen die Aufräumarbeiten. Während die Parfümerie Schuback bereits am Montag nach dem Brand wieder öffnen konnte, kleben an einigen Schaufenstern noch immer Zettel, die erklären, warum die Kunden vor verschlossenen Türen stehen.

An der Tür von „La Caramella“, steht handschriftlich auf einem grünen Blatt Papier geschrieben, „Liebe Kunden, Aufgrund des Brandes bleibt unser Geschäft vorerst geschlossen. Wir werden sobald wie möglich wieder für Sie da sein. Vielen Dank für Ihr Verständnis!“ Drinnen verschafft sich Geschäftsinhaberin Thalia Mayer einen Überblick über den Schaden, den Rauch und Löschwasser angerichtet haben. Erstmals durfte sie am Freitag nach dem Brand wieder ihr Geschäft betreten. „Auf dem Fußboden stand das Wasser drei Zentimeter hoch“, erinnert sie sich, „Durch die Rauchentwicklung und das Löschwasser wurde die gesamte Ware zerstört. Sie wird komplett durch Neuware ersetzt. Hinzu kommt, dass die Hälfte des Inventars ebenfalls ersetzt werden muss.“ Dennoch hofft Thalia Mayer, noch vor Weihnachten ihr Geschäft „La Caramella“ wieder eröffnen zu können. Ein genaues Datum lässt sich allerdings noch nicht sagen.

Nebenan im Strandshop wurden die Waren und das Inventar bereits ausgeräumt. Hier scheint man schon eine konkrete Vorstellung zu haben, wann alle Schäden behoben sein werden, denn auf einem blauen Zettel im Schaufenster wird verkündet, „Wir hoffen, dass wir zum 21.11.2016 wieder wie gewohnt für euch da sein können!“ Auch sonst gibt man sich zumindest nach außen humorvoll und schreibt, „Liebe Kunden, zur Wiedereröffnung nach dem Brandschaden, putzen wir unsere heiligen Hallen für euch auf Hochglanz! Freut euch jetzt schon auf unseren SMOKY SALE! Ahoi! Euer Strandshop-Team.“

Auch die angrenzende Strandpassage ist noch gesperrt. Mit Folien abgehängte Scheiben verwehren neugierigen Spaziergängern weitere Einblicke. Auch hier informiert ein Zettel, auf dem steht, „Wegen Gebäudeschäden bleiben unsere Geschäfte bis auf weiteres geschlossen!“ Der M. MAN SHOP ist kurzfristig umgezogen und befindet sich zur Zeit bei M. WOMAN. Kunden, die sonst in der Strandpassage eingekauft haben, werden gebeten, auf die „wind sportswear“ Filiale in Scharbeutz und auf das Schuhhaus Meyer in Travemünde auszuweichen. KG

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