Bleiben drei Platanen stehen?

Nur drei der elf Bäume haben laut Gutachten eine ausreichende Standsicherheit.

Nur drei Platanen, nämlich die vor dem Geschäft „Heike’s Teewiese“, könnten in der Markttwiete erhalten bleiben. Das ist das Ergebnis der elf weiteren Tests zur Standfestigkeit der Bäume. Über das weitere Vorgehen müssen nun die Mitglieder des Bauausschusses in ihrer Sitzung am 28. November entscheiden. Eine Diskussion gab es bereits in der Sitzung des Ausschusses für öffentliche Sicherheit, Verkehr und Umweltschutz.

„Alles ist sehr unschön gelaufen“ – so fasste es Björn Frohne (SPD) zusammen, der an den Beschluss, die Platanen zu erhalten, erinnerte. Einen möglichen Konflikt mit der angestrebten Barrierefreiheit sehe seine Partei „nicht so massiv“.

Norbert Leihe (CDU) sagte, dass die jetzige Platanenproblematik bei der Befragung der Bad Schwartauer zur Innenstadtgestaltung nicht bekannt gewesen sei. Man müsse sich jetzt an das Gutachten halten.

„Wir werden für den Erhalt der Platanen nicht stimmen, wenn die Barrierefreiheit nicht gewährleistet ist.“

Wenn die Platanen vor „Heike’s Teewiese“ erhalten bleiben sollten, würde die Barrierefreiheit ausgehebelt, kritisierte Bad Schwartaus ehemaliger Behindertenbeauftragter Klaus Adler. Er ist im Beirat für Menschen mit Behinderung und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit.

„Warum wird der Baumerhalt gegen die Barrierefreiheit ausgespielt“, fragte Björn Frohne. Es müsse ein Kompromiss gefunden werden, damit die Bevölkerung nicht den Eindruck bekomme, dass sie an der Nase herumgeführt werde.

Man müsse doch eine Lösung finden, wie man die Barrierefreiheit mit den Platanen gestalten können, forderte dann auch Gudrun Berger (Grüne). Das Gegeneinanderausspielen bezeichnete sie als „verwerflich“. Auf eine Kompromiss setzt nach wie vor auch Andreas Marks (WBS).

„Wir sind keine Baumfrevler“, betonte Jürgen Habenicht (CDU). Aber man können nicht für viereinhalb Millionen die Markttwiete sanieren und dann „krumme Bäume“ stehenlassen.

Der Umweltbeirat setzt sich nach wie vor dafür ein, dass die Platanen radikal beschnitten werden. Grünpflegerin Carolin Welchert gab zu bedenken, dass die Bäume dann für immer eine andere Optik haben würden – nämlich eine Kastenform. ES

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