Stockelsdorfer Senioren wollen ihren Club behalten

Die treuen Besucher des SSC möchten gern die geselligen 14-tägigen Nachmittage in der Villa Jebsen erhalten. (HÖ)

Politischer Beschluss sieht die Einstellung des Stockelsdorfer Seniorenclubs im Dezember vor.

Sinkende Besucherzahlen waren im September der Anlass für eine Diskussion im Ausschuss für Jugend, Sport, Soziales, Schule und Kultur (JSSSK) um die Zukunft des über 30 Jahre bestehenden Stockelsdorfer Seniorenclubs (SSC). Dieser führte in der Folge zu dem Beschluss, die Veranstaltungsreihe für Senioren in der Villa Jebsen mit einer Weihnachtsfeier am 5.

Dezember einzustellen und das dafür bereit gestellte Geld dem Seniorenbeirat zur Verfügung zu stellen.

Dieser Beschluss führte bei den Senioren zu Unverständnis, den älteren Menschen habe man etwas weggenommen, ist der Tenor. „Wir Alten fallen da hinten runter“, zeigt sich Marianne Reuter enttäuscht.

Aber: „Wir können ja mal sagen, was wir wollen.“ Und das ist eindeutig: Der SSC soll erhalten bleiben. Gisela Scholz fasst zusammen: „Das war so schön hier“, sagt sie und ergänzt: „Der Bus hält direkt vor der Tür.“

Verwaltungsmitarbeiterin Christiane Hildebrandt, die zurzeit zusammen mit Doris Wolter und Freya Zibner ein improvisiertes Programm nach dem Rücktritt der früheren Leiterin organisiert, erklärt dazu:

„Ich bin an den politischen Beschluss gebunden. Es wird sicher problematisch, einen von der Politik gefassten Beschluss wieder zu kippen.“

Das bestätigt auch JSSSK-Ausschussvorsitzender Manfred Beckmann: „Der Beschlussvorschlag zur Einstellung der Veranstaltungsreihe wurde einstimmig gefasst, da lässt sich nichts mehr machen, so Leid es mir auch tut“, erklärt er. Immerhin war er vor der Beschlussfassung als einziger Politiker vor Ort und hat sich die Wünsche der Senioren angehört. Beckmann hatte sich auch für den Erhalt des SSC eingesetzt, war aber letztlich gescheitert.

Doch die Hoffnung ist noch nicht ganz vorüber. Sollte sich jemand finden, der die Organisation übernimmt, könnte der SSC weiterlaufen, allerdings ohne Mittel von der Gemeinde. „Wenn jeder einen Kuchen backt, können wir weitermachen“, erklärt Doris Wolter zuversichtlich. Christiane Hildebrandt bestätigt, dass die Räume auch weiterhin zur Verfügung stehen könnten. Und eine Organisatorin steht vielleicht auch schon in den Startlöchern: „Karin Schröder war im Rathaus und hat sich bereit erklärt, die Gruppe zunächst weiterzuführen“, so Christiane Hildebrandt.

»Der SSC findet bislang immer alle 14 Tage montags von 14.30 Uhr bis zirka 16.30 Uhr in der Villa Jebsen statt. Beim nächsten Termin am Montag, 21. November wird gespielt und am Montag, 5. Dezember, findet die Weihnachtsfeier des SSC mit Auftritt des Quartett-Vereins statt.

Teile diesen Beitrag!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.