H5N8-Virus bestätigt – Keulung auf Hof in Lübeck-Travemünde

Bei mehreren Truthähnen einer privaten Geflügelhaltung im Raum Lübeck-Travemünde hat das Nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut entsprechende Verdachtsfälle des hochpathogenen Virustyp H5N8 bestätigt. In diesem Zusammenhang mussten am gestrigen Donnerstagabend 25 Gänse und 67 Enten tierschutzgerecht getötet werden. Auch Tauben, die derselben Haltung angehören, mussten vorsorglich getötet werden.

Aktuell werden durch städtische Veterinäre und Fachkräfte vom Friedrich-Löffler-Institut Ermittlungen vorgenommen, um die Ursache festzustellen. Vermutet wird, dass die Krankheit durch Wildvögel eingeschleppt wurde.

Weiterhin gilt auch außerhalb des Sperr- und Beobachtungsgebiet die vom Land verhängte Stallpflicht für Geflügel jeglicher Art.

Im Sperr- und Beobachtungsgebiet werden alle Halter von Geflügel aufgefordert, sich bei der Veterinärbehörde in den nächsten Werktagen zwischen 9 und 12 Uhr zu melden und die genaue Anzahl der vorhandenen Tiere anzugeben.

Zu der Befolgung allgemeingültiger Vorsichtsmaßnahmen, wie die Vermeidung von Kontakt zu toten Tieren sowie das Anleinen von Hunden und das Einsperren von Katzen wird weiterhin angeraten.

Für den Fall, dass verendete Wildvögel gruppenweise aufgefunden werden, ist dies der Feuerwehr Lübeck (Rufnummer 112) zu melden. Es wird darum gebeten, von Mitteilungen über den Fund vereinzelter toter Tiere abzusehen, da in solchen Fällen nicht von einer Todesursache durch den Erreger ausgegangen wird.

Der Erreger H5N8 ist für Geflügel hochansteckend. Bislang sind weltweit aber keine Erkrankungsfälle bei Menschen bekannt. Das unterscheidet den Erreger von H5N1-Viren, die ebenfalls die Geflügelpest auslösen – und auch für Menschen gefährlich sind.

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