Nautic: Keine Anhaltspunkte für Brandstiftung

Die Ermittler haben die Brandruine zwei Tage lang untersucht. (Holger Kröger)

Bei der Ursachenforschung wurde eine Frau verletzt. Was aus dem Gebäude wird, ist unklar.

Zwei Tage lang dauerten die Ermittlungen an der Brandruine des Nautic-Clubs in Timmendorfer Strand. Am Dienstag und Mittwoch gingen Kripo, LKA und der technische Zug Eutin vor Ort in Timmendorfer Strand auf Spurensuche. Und auch zwei Brandmittelspürhunde kamen zum Einsatz. Sie konnten jedoch weder im Nautic selbst, noch an dem in einem Container gesicherten Bauschutt Brandbeschleuniger erschnüffeln.

„Wir haben keine Anhaltspunkte für eine vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung gefunden“, erklärt Staatsanwältin Dr. Ulla Hingst. „Die genaue Brandursache konnte aufgrund des Zerstörungsgrades der Brandruine nicht geklärt werden. Als Ursache wird ein technischer Defekt vermutet.“ Nun werden noch einige Zeugen befragt, bevor das bis dahin noch beschlagnahmte Gebäude wieder freigegeben wird.

Das Feuer, das am 26. Oktober im ersten Stock des Gebäudes ausgebrochen war, hat einen so großen Schaden angerichtet, dass schweres Gerät nötig war, damit die Ermittler das Gebäude überhaupt erst betreten konnten. Dabei stürzte die Praktikantin eines Institutes, welches von einer Versicherungsgesellschaft zur Brandursachenforschung eingesetzt wurde, am Mittwoch um 10.30 Uhr aus rund drei Metern Höhe von einer Leiter. Vorsorglich wurden Notarzt und Rettungshubschrauber angefordert. Die Frau wurde in ein Lübecker Krankenhaus gebracht, trug jedoch zum Glück nur leichte Verletzungen davon.

Im Anschluss an die Ermittlungen vor Ort müssen nun die Experten klären, was aus dem Gebäudekomplex wird.

Und auch nebenan bei den Ladenbetreibern der angrenzenden Passage geht es um die Schadensregulierung. „Wir haben einen erheblichen Wasserschaden und müssen die Geschäfte für einen noch nicht übersehbaren Zeitraum schließen“, formuliert Heinz Meyer vorsichtig, „Derzeit laufen die Gespräche mit Gutachtern und Sachverständigen.“ KG

Als Ursache wird ein technischer Defekt vermutet.“

Dr. Ulla Hingst,

Staatsanwältin

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