Eutiner Schlossterrassen sollen Kulturzentrum werden

Eutiner Veranstaltungshaus soll zum vielfältigen Kulturzentrum werden.

„Historische Reithalle“, „Kulturzentrum am Schloss“ oder wie bisher „Schlossterrassen“ – der künftige Name für das traditionsreiche Veranstaltungshaus am Eutiner Schlossplatz ist völlig offen. Klar umschrieben sind aber nach dem gut besuchten Bürgerforum am Dienstag die Anforderungen ans Gebäude, das bis spätestens 2019 mit Millionen- Aufwand modernisiert werden soll: Der Festsaal muss bestuhlt Platz für mindestens 500 Menschen bieten, daneben sollen kleine Veranstaltungsräume für 40 bis 50 Personen entstehen. Und der Ort soll vielen Ansprüchen gerecht werden und für Theater und Konzerte, Partys und Schulabschlussbälle, Tagungen, Messen und private Feierlichkeiten genutzt werden können.

Das sind die Ergebnisse der Diskussion der rund 100 Teilnehmer des Bürgerforums. Darunter waren nicht nur viele Kulturveranstalter, sondern auffällig viele Jugendliche. Denen kam es vor allem darauf an, die Schlossterrassen wieder zu einem Ort auch für junge Leute zu machen. Partys kamen dabei ebenso zur Sprache wie Abschlussfeiern für Gymnasiasten und Berufsschüler. Wegen der vielfältigen Nutzungen sollte das Raumkonzept möglichst flexibel gestaltet werden.

In den nächsten Monaten wird die Stadt für das mit Städtebaumitteln geförderte Projekt einen hochbaulichen Realisierungswettbewerb ausschreiben, an dem zwölf Architektenbüros teilnehmen können. Die Ideen der Bürger sollen in die Planvorgaben einfließen. Es gilt, die Gestaltung von Saal und Kopfbauten des Gebäudes, einen möglichen Anbau sowie die Nutzung des Innenhofes zu planen. Die Integration eines kommerziell geführten Gastronomiebetriebes ist übrigens von vornherein ausgeschlossen, da sonst eine öffentliche Förderung nicht möglich ist. Nur der Einbau einer Cateringküche ist vorgesehen.

Als wichtig wurde in der Diskussion ebenfalls angesehen, dass für das fertige Kulturzentrum Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung stehen. Jemand, der plant, vermarktet, vermietet und für die Technik zuständig ist. Schon jetzt muss die Kommunalpolitik also auch an die Folgekosten denken, die ein modernes Veranstaltungshaus mit sich bringt. vg

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