Chinesische Fotoschau im Bürgerhaus

Karin Stange und Chris Ruppert zeigen eine von insgesamt 73 Fotografien, die derzeit im Bürgerhaus von Scharbeutz ausgestellt sind und zu den regulären Öffnungszeiten besichtigt werden können. (KG)

Ausstellung kommt aus der Metropole Hangzhou nach Ostholstein.

Karin Stange und Chris Ruppert von der Gemeinde Scharbeutz staunten nicht schlecht über die Größe einer Holzkiste, die auf dem Seeweg von Hangzhou in China über Hamburg gekommen war und von dort mit einer Spedition schließlich ins Bürgerhaus von Scharbeutz gelangte. Im Inneren befanden sich insgesamt 73 gerahmte Fotografien zu den Themen „Westsee“ und „Der Große Kanal“ in der Nähe der Stadt Hangzhou. Die Bilder stammen vom Hangzhou Public Photography Festival, einem kulturellen Event, bei dem alle Einwohner Hangzhous die Möglichkeit haben, eigene Fotografien ihrer Stadt auszustellen. Es gilt als bekanntestes Fest seiner Art in China.

„Für uns war das ein ganz schön großes logistisches Problem“, erinnert sich Chris Ruppert, der den organisatorischen Teil der Fotoausstellung im Bürgerhaus von Scharbeutz übernommen hat. Dabei handelt es sich um eine bedeutende Ausstellung, die bereits im September diesen Jahres beim G20-Gipfel, der in Hangzhou stattfand, gezeigt wurde. Noch bis Ende des Jahres werden die Bilder im Bürgerhaus von Scharbeutz ausgestellt, bevor sie zum kommenden G20-Gipfel in Hamburg transportiert werden.

Dass die Ausstellung in Scharbeutz gezeigt wird, ist kein Zufall, denn seit neue Schulkomplexe und sogar ganze „Schulstädte“ nach westlichem Vorbild in Hangzhou entstehen, gibt es eine Partnerschaft zwischen der Middle School No. 10 in Hangzhou und der Grund- und Gemeinschaftsschule in Pönitz. Regelmäßig kommt es zum Schüleraustausch. 2015 begleitete Bürgermeister Volker Owerien die Schüler nach China.

Weder Karin Stange noch Chris Ruppert waren bisher selbst in China, aber zumindest geben ihnen die Bilder an ihrem Arbeitsplatz nun einen Einblick in die fremde Kultur und sorgen für ein wenig Fernweh. „Ich finde es sehr gut, dass es einen Schüleraustausch mit China gibt“, erklärt Karin Stange. Ihr Kollege betrachtet nachdenklich die Bilder: „Wer weiß, vielleicht reise ich einmal selbst dorthin, um Land und Leute kennenzulernen.“

Hangzhou ist die Hauptstadt der Provinz Zhejiang an Chinas Ostküste. Sie war die Hauptstadt von Wu und der südlichen Song Dynastie. Im 13. Jahrhundert reiste Marco Polo nach Hangzhou und nannte es die „schönste und großartigste Stadt der Welt“. Heute wird Hangzhou unter anderem als „International Garden City“ oder „Glücklichste Stadt Chinas“ bezeichnet. Westsee und Großer Kanal in der Nähe gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. KG

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