Einmal Kuba und zurück

Kulturcafé-Chef Hans-Peter Klausberger (links), Martina Scherdin und Markus Föhrweißer haben die ersten farbenprächtigen Kuba-Fotografien bereits gerahmt. (Graap)

Markus Föhrweißer und Martina Scherdin zeigen Fotografien ihrer Traumreise im Kulturcafé.

Das Kulturcafé Klausberger am Markt 16 in Eutin lädt am Donnerstag, 3. November, um 19 Uhr zur Eröffnung der Fotoausstellung „Kuba- Momente“ ein. Die Bilderschau zeigt fotografische Augenblicke, die die beiden Eutiner Markus Föhrweißer und Martina Scherdin im März vom ihrer Karibikreise mitbrachten.

Als Föhrweißer im Februar als langjähriger Leiter der Kreismusikschule Ostholstein in den Ruhestand verabschiedet wurde, deutete er bereits an, sich den Traum von einer Reise „ins schönste Land, das das menschliche Auge je erblickte“, wie Christoph Kolumbus einmal sagte, erfüllen zu wollen. Schon Wochen später haben er und Freundin Martina Scherdin als neu- und wissbegierige Urlauber die größte Insel der Karibik besucht. Beide hat die Entfernung, Exotik und Musik dieses Eilands gereizt – und Föhrweißer spukte auch noch das Bild vom Che- Guevara-Poster in seiner Studentenbude durch den Kopf.

Gefangengenommen hat die Touristen dann die Lebendigkeit dieser im Wandel begriffenen Karibikinsel mit ihrer komplexen Revolutionsgeschichte, mit ihren Zeitzeugen aus kolonialen Baustilen und der Liebenswürdigkeit der Menschen.

Beide haben sich vor Reiseantritt konkrete Gedanken gemacht, welche Stationen sie in den 14 Urlaubstagen unterbringen wollen, sich auf Kuba ein Auto gemietet und die Insel dann auf eigene Faust entdeckt. „Wir haben in Privatquartieren übernachtet, sind mit den Besitzern ins Gespräch gekommen, die uns dann von Pension zu Pension weitergereicht haben“, erzählt Föhrweißer. Die Kubaner haben sich daran gewöhnt, sich mit der Mangelwirtschaft arrangieren zu müssen. „Beeindruckt hat mich die Gelassenheit, mit der die Menschen mit ihrer Situation umgehen. Mit Fantasie machen sie viel aus den wenigen Mitteln, die sie haben“, meint Martina Scherdin. Föhrweißer nennt dies „Improvisationstalent gepaart mit angeborener Lebensfreude“. Überall strahlen knallige Farben von den Gebäudewänden, überstrahlen hier und dort auch marode Bausubstanz. Und auch das, wofür Kuba legendär ist, haben die Eutiner gefunden: exquisite Zigarren, guten Rum und amerikanische Oldtimer- Limousinen, Chevrolets und Cadillacs aus den 50er-Jahren, die heute noch zum Straßenbild dazugehören.

„Eine Fotoausstellung haben wir zu keinen Zeitpunkt geplant, das hat sich erst viel später durch Zufall ergeben“, berichtet Föhrweißer. Denn Hans-Peter Klausberger fand das Thema so spannend, dass er anbot, die 40 besten der rund 1000 Schnappschüsse im Kulturcafé auszustellen. „Wir haben die Bilder aus dem Blickwinkel von Leihen gemacht und all das festgehalten, was uns sehenswert erschien. Die Heiterkeit und der Optimismus der Kubaner, die historischen Bauten und die wunderbare Natur haben uns so fasziniert, dass es ein Leichtes war, auf den Auslöser der Kamera zu drücken“, so Föhrweißer.

Das nächste Ziel des Un-Ruheständlers ist es, an einer 16-tägigen Studienreise der Volkshochschule Eutin nach Kuba mitzuwirken. Diese ist vom 29. März bis zum 13. April terminiert. Ein Infoabend dazu findet am Donnerstag, 10. November, um 19 Uhr im Kulturcafé Klausberger statt.

»Auskünfte zur Studienreise gibt es unter www.vhs-eutin.de.

vg

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