Blauröcke verbessern „Feuerwehrhandwerk“

Rund zwei Dutzend Feuerwehrleute nutzten ihren freien Sonnabend, um sich für den Dienst an den Bürgern zu rüsten. (Svea Banderob)

Trainingstag mit Übungen an einem Abbruchhaus lieferten Feuerwehrleuten neue Denkansätze.

Immer öfter haben Freiwillige Feuerwehren das Problem, dass tagsüber nur wenige Einsatzkräfte zur Verfügung stehen. Die Gründe dafür sind vielschichtig – sind es manchmal Arbeitgeber, die den ehrenamtlichen Einsatz nicht unterstützen. Andernorts sind es schlicht zu wenig Frauen und Männer, die bereit sind, sich für ihre Mitmenschen ohne Bezahlung einzusetzen.

Diese und noch viele andere Gründe tragen dazu bei, dass sich die ehrenamtlichen Brandschützer Gedanken machen müssen, wie man auch mit kleinem Personalansatz den kritischen Wohnungsbrand effektiv und sicher bekämpfen kann.

Um für solche Situationen das passende Rüstzeug zu haben, luden die Feuerwehren der Gemeinde Scharbeutz jetzt zum Trainingstag „Feuerwehrhandwerk“ ein – mit dem Ziel, sich für Einsätze mit wenig Personal Tipps, Ideen und Anregungen zu holen. Rund 20 Atemschutzgeräteträger und Führungskräfte aus den Wehren der Gemeinde sowie drei Gäste aus Süsel bildeten sich am Sonnabend fort.

Nach einer kurzen theoretischen Einweisung bei Brötchen und Kaffee übernahmen Lehrgangsleiterin Wiebke Thönißen mit ihren Ausbildern Matthias Krüger und Michael Noltensmeier das Kommando. Sie ließen die Teilnehmer schwitzen. Themen wie Strahlrohrführung, Technologien sowie Suchen und Retten konnten in einem von der Gemeinde Scharbeutz erworbenen Abrisshaus realitätsnah trainiert werden. „Wir haben in den Übungen viele neue Denkansätze aufgezeigt bekommen und erfahren, wie wir auch mit wenig Personal und Material sehr effektiv Menschen retten und Feuer löschen können“, so Gemeindewehrführer Patrick Bönig.

Auch der stellvertretende Gemeindewehrführer Carsten Staack, der den Trainingstag organisierte, ist zufrieden: „Das Training war interessant. Wir werden sehen, wie wir diese leicht verständlichen Inhalte in die Ausbildungen in unseren sieben Ortswehren einbringen können.“

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