Timmendorf soll jünger werden

1,5 Millionen Übernachtungen angepeilt: Tourismusdirektor Joachim Nitz, der Aktivgruppen-Vorsitzende Heinz Meyer und der Landtagsabgeordnete Hartmut Hamerich (CDU, v.li.). (HN)

Tourismusdirektor erläutert Aktivgruppe neues Tourismuskonzept.

„Jetzt kommt der Marketing-Blumenstrauß 2017“, kündigte Heinz Meyer, frisch wiedergewählter Vorsitzender der „Aktivgruppe für Handel und Gewerbe Timmendorfer Strand“, auf der Jahreshauptversammlung den Tourismuschef an. Joachim Nitz sollte zum Thema „Touristische Zukunftsvisionen“ sprechen.

„Marketing fängt mit dem Produkt an“, klärte Nitz zunächst einen weit verbreiteten Irrtum auf. Und illustrierte das unter anderem mit Aufnahmen von zahlreichen bekannten Seebrücken und der etwas in die Jahre gekommenen Maritim-Brücke von Timmendorf.

Auf allzu viele Zahlen verzichtete Nitz bewusst. Man peile für dieses Jahr 1,5 Millionen Übernachtungen an, erstmalig. Für Timmendorf sei das „gewaltig“. Weiter stellte er eine Untersuchung vor, der zufolge mit dem Tourismus in der Gemeinde 200 Millionen Euro Umsatz gemacht würden. Damit würden statistisch mehr als die Hälfte der 8000 Einwohner voll vom Tourismus leben.

Damit das so bleibt, soll Timmendorf „jünger, trendiger, hipper und innovativer“ werden. „Technikaffine Performer“ bis 40 Jahre sollen sich angesprochen fühlen und im Ort „Strand-, Natur- und Abenderlebnisse“ genießen. „Timmendorf schwächelte ziemlich im Abenderlebnis“, gab Nitz zu. Als erste Maßnahme dagegen sei in diesem Jahr der Strandclub umgesetzt worden. Die Aufbauten am Strand hätten „wunderschöne Bilder“ gegeben, die „viel gepostet“ wurden. Die Tourismus-GmbH hat ihre Facebook-Fans in diesem Jahr von 8000 auf 16000 Fans verdoppelt. Die Touristiker betreiben einen Videokanal bei youtube und sind aktuell sehr intensiv bei Instagram dabei. Für neues Bildmaterial werden sicher auch die Prototypen der Strandmöbel sorgen, die im Rahmen eines Designwettbewerbs entworfen wurden. Und natürlich die Veranstaltungen des kommenden Jahres, wobei es einige spannende Neuerungen gibt. Etwa ein „Floating Event“ mit 500 Flößen in der Badezone und einer Bar in der Mitte. „So etwas gibt es in ganz Deutschland nicht“, sagt Joachim Nitz. HN

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