Neuer Brandschutz für die „Passat“

Wenn die neue Brandmeldeanlage der „Passat“ anschlägt, rückt sofort die Feuerwehr an. (HN)

Konzept wurde jetzt präsentiert – Ventilatoren sorgen für eine schnelle Be- und Entlüftung.

Schon im Jahre 2012 begannen die Überlegungen, ob der Brandschutz für die Travemünder Viermastbark „Passat“ wohl ausreichend sei. Ergebnis: Das Sachverständigenbüro für vorbeugenden Brandschutz Assmann Schmidt Ingenieure aus Lübeck erhielt im März 2013 den Auftrag zur Erstellung eines ganzheitlichen Brandschutzkonzeptes für den Travemünder Windjammer.

Das Konzept wurde jetzt präsentiert. Größtes Problem bei einem Brand an Bord wäre die Rauchentwicklung. Bei einem Test stellte sich heraus, dass selbst Ortskundige da in kürzester Zeit die Orientierung verlieren. Jetzt sorgen Ventilatoren für eine schnelle Be- und Entlüftung. Abdichtungen sorgen dafür, dass der Rauch nicht mehr von einem Bereich in den anderen ziehen kann. Markierungen helfen, schnell den Ausgang zu finden. Die Brandmeldeanlage ist direkt auf die Feuerwehr aufgeschaltet. Und bei Veranstaltungen sind immer zwei Wachmänner vor Ort.

Nach der Installation folgte das Ausbügeln von „Kinderkrankheiten“: So gab es einen Fehlalarm, als ein Rettungsschwimmer der DLRG beim Duschen an Bord zu viel Wasserdampf produzierte.

Ohne den neuen Brandschutz hätte die „Passat“ nicht mehr für Veranstaltungen oder Übernachtungen dienen können, sondern wäre nur noch Museumsschiff gewesen. 220000 Euro hat die Maßnahme die Stadt gekostet. Ein Drittel davon trägt die Possehl-Stiftung. Dabei wäre es noch viel teurer geworden, hätte die Crew nicht die Hälfte der Arbeiten in Eigenleistung erbracht. Für das ungewöhnliche Brandschutzprojekt auf einem Windjammer ging sogar der Fachpreis „Brandschutz des Jahres 2016“ an das ausführende Ingenieurbüro. Vielleicht findet der Travemünder Brandschutz sogar eine Zweitverwendung in der baugleichen „Peking“, die bald aus New York nach Hamburg zurückkehren soll. Erste Kontakte hat es schon gegeben. HN

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