Hilfe für die Integration von Flüchtlingen beschlossen

Ab Oktober unterstützen die Lebenshilfe Ostholstein und der Kinderschutzbund Ostholstein den ehrenamtlichen Willkommensausschuss.

In der sich an die Sportlerehrung anschließenden Sitzung des JSSSK ging es unter anderem um eine Zuschusserhöhung für den Verein Feste Grundschulzeiten, die Festlegung eines Status der FairTrade-Gruppe, die Aufnahme und Integration der Flüchtlinge, die Zukunft des Stockelsdorfer Seniorenclubs (SSC) und den Abschluss eines Kooperationsvertrages zur Betreuung und Integration von Flüchtlingen.

Der Verein Feste Grundschulzeiten betreut zurzeit 212 Kinder an allen drei Grundschulstandorten. Bereits jetzt lägen viele Anmeldungen für 2017 vor, teilte Michaela Bierschwall in der Sitzung mit.

„Wir sind von der Zahl der Kinder sowohl räumlich als auch personell erschlagen“, so die Vorsitzende. „Das wird auch in den kommenden Jahren nicht zurückgehen. So freute sie sich, dass die Ausschussmitglieder die Erhöhung des Zuschusses um 7000 Euro auf jetzt 22000 Euro einstimmig beschlossen.

Damit vor allem die versicherungstechnische Frage, aber auch die Nutzung des Sitzungssaales für Veranstaltungen geklärt werden kann, ist der Status für die FairTrade-Gruppe festzulegen. Dem Vorschlag die Gruppe als offiziellen Arbeitskreis des JSSSK-Ausschusses einzustufen, schloss sich der Ausschuss einstimmig an.

Um die Zukunft des seit 32 Jahren bestehenden SSC sieht es nicht gut bestellt aus. „Ich bin am 12. September dort gewesen und habe nur leuchtende Gesichter gesehen, die wollen alle weitermachen“, so Beckmann. Die Nutzerzahlen gehen jedoch zurück, im Schnitt besuchten knapp 20 Senioren die Veranstaltungen des ersten Halbjahres. Vorgeschlagen wurde daher, die alle 14 Tage stattfindenden Veranstaltungen bis zum Jahresende aufrecht zu erhalten und mit einer schönen Abschlussfeier zu beenden. Der Vorschlag wurde bei zwei Enthaltungen angenommen.

Die Flüchtlingszahlen sind stark rückläufig, das macht sich auch in Stockelsdorf bemerkbar. Bis Ende August wurden der Gemeinde 70 Migranten zugewiesen, bis Jahresende werden laut Quote weitere 103 Flüchtlinge erwartet. „So weit wird es aber wohl nicht kommen“, wagte Hauptamtsleiter Axel Kerbstadt eine Prognose. Für deren Unterbringung stehen in jedem Fall ausreichend freie Unterkünfte zur Verfügung.

Bei der Betreuung und Integration der Flüchtlinge sieht die Situation jedoch angespannter aus. „Das ist unsere größte Aufgabe seit langem“, so Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann. Die Besetzung der Stelle einer hauptamtlichen Integrationsfachkraft in Kombination mit der Gleichstellungsstelle hat jedoch nicht geklappt. Um die haupt- und ehrenamtlichen Betreuungskräfte zu entlasten, wurde daher ein Kooperationsvertrag mit der Lebenshilfe Ostholstein und dem Kinderschutzbund Ostholstein einstimmig beschlossen. „Damit erhalten wir ein großes Stück Professionalität“, so die Bürgermeisterin. HÖ

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