Großbrand in der alten Kühne-Fabrik

Bei dem Großbrand im Palinger Weg waren bis zu 100 Feuerwehrleute über 24 Stunden lang im Einsatz. (Fotos: Kröger)

Feuerwehr in Schlutup war über 24 Stunden im Einsatz – Brandursache offen.

Ein Großbrand in der ehemaligen Kühne-Fabrik im Palinger Weg hat die Feuerwehr am vergangenen Wochenende in Atem gehalten. Am Sonnabend waren kurz nach 19 Uhr mehrere Notrufe bei der Einsatzleitstelle der Feuerwehr Lübeck eingegangen.

In drei Dachstühlen von Gebäuden der seit Jahren leerstehenden Fabrik war ein Feuer ausgebrochen. Über dem Stadtteil war eine dichte, schwarze Rauchwolke zu sehen. Giftige Dämpfe traten zwar nicht aus, dennoch riet die Feuerwehr den Anwohnern vorsorglich dazu, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

In der Spitze kämpften rund 100 Einsatzkräfte von mehreren Feuerwachen gegen die Flammen. In der Nacht war es gelungen, eine Ausbreitung des Brandes auf weitere Gebäude zu verhindern. Gegen 3 Uhr morgens flammte das Feuer aber nochmal auf.

„Erst am Sonntagabend um 21.30 Uhr konnte endgültig Entwarnung gegeben werden“, sagte Sven Kunz von der Lübecker Feuerwehr. Weil das Gebäude seit Jahren leersteht, gestalteten sich die Löscharbeiten schwierig. Alle Eingänge waren vernagelt und das Gebäude einsturzgefährdet.

Die Brandursache ist noch ungeklärt. Ein technischer Defekt gilt aber als unwahrscheinlich, weil kein Strom mehr im Gebäude vorhanden ist. „Das Kommissariat 11 der Lübecker Kriminalinspektion hat die Ermittlungen übernommen, kommt aber wegen der großen Hitze und der Einstürzgefahr noch nicht ins Gebäude“, sagte Anett Dittmer von der Pressestelle der Polizei. Verletzte gab es bei dem Großbrand nicht.

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