Leiser und hässlicher? Der neue Asphalt auf dem Koberg sorgt für Diskussionen

Der neu asphaltierte Koberg ist seit Mittwochabend wieder für den verkehr freigegeben. (SDF)

Manche loben die geringeren Rollgeräusche – für andere ist der dunkle Teer ein optischer Frevel.

Der Asphalt mag flüsterleise sein, in Lübeck rumort es dennoch. An der neuen, schwarzen Fahrbahn auf dem Koberg scheiden sich die Geister. Sie wurde Mitte dieser Woche fertig, zehn Tage früher als geplant. Manche loben die geringeren Rollgeräusche und die höhere Sicherheit der endlich glatten Oberfläche. Für andere ist der dunkle Teer ein optischer Frevel, der den historischen Platz verschandelt. Sie trauern dem vorherigen Steinpflaster nach und schimpfen auf Planer und Politiker.

Selbst der Leiter der Verkehrsverwaltung gibt es umwunden zu. „Ja, gestalterisch ist ein Pflaster sehr viel ansprechender als eine bituminöse Asphaltdeckschicht“, räumt Dr. Stefan Klotz ein. Aber die Fahrbahn musste nicht aus rein ästhetischen Gründen grundhaft saniert werden, erklärt er weiter. Sondern weil ihr Unterbau so kaputt war, dass die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben war. Und weil die ständigen Erschütterungen durch die Fahrzeuge drohten, die umliegenden denkmalgeschützten Gebäude zu beschädigen. Eine Neupflasterung wäre wesentlich teurer und nicht so langlebig gewesen. „Der Finanzrahmen durch den Beschluss des Haushaltes 2016 im November 2015 gab die höheren Kosten für eine Pflasterung nicht her“, teilt der Chef der Verkehrsverwaltung mit. CDU und SPD hatten der Asphaltierung der Koberg-Fahrbahn mit Flüsterasphalt zugestimmt. „Es ist die beste Radverkehrsmaßnahme 2016“, sagt Klotz. „Ich freue mich über die Ebenheit der Fahrbahn des Kobergs. Und die Lärmminderung wird für jeden sicherlich deutlich werden.“ SDF

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Eine Antwort auf „Leiser und hässlicher? Der neue Asphalt auf dem Koberg sorgt für Diskussionen“

  1. Manfred Vandersee sagt:

    Endlich ist der Koberg wieder asphaltiert! Gerade wer mit dem Rad unterwegs ist, wird das begrüßen. Für Kopfsteinpflaster gibt es in der heutigen Zeit nun wirklich gar kein rationales Argument mehr. Die beste Maßnahme in Sachen Radverkehr im Jahre 2016.

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