Vier Termine zum „Tag des offenen Denkmals“

Das historische Wohn- und Geschäftshaus am Rosengarten 13 in Eutin kann am Sonntag besichtigt werden. (Jörn Daberkow)

Ostholstein. Eigentlich hat unsere Region viel historische Bausubstanz zu bieten, doch mit Aktionen zum „Tag des offenen Denkmals“ hält man sich bedeckt. Vier Termine sind bekannt, bei denen Architektur- und Geschichtsliebhaber am Sonntag, 11. September, zu Streifzügen in die Vergangenheit eingeladen werden.

Einblicke gewährt das Eutiner Handelshaus, Am Rosengarten 13. Die Kaufmannsfamilie Janus ließ das Gebäude 1868 bauen und eröffnete das Ladengeschäft im Juli 1869. Es besitzt eine repräsentativ gestaltete Straßenfront, eine erdgeschossige Ladenfläche mit fünf Metern Deckenhöhe, historische Stützen und große Rundbogen-Schaufenster. 1992 erfolgte der Umbau in ein Einrichtungshaus mit Empore, 2015 der Umbau der Ladenfläche zu einer Anwaltskanzlei im Duktus des historischen Bestandes. In seinem äußeren Erscheinungsbild hat sich der helle Putzbau nahezu unverändert erhalten. Am Sonntag ist das Haus von 11 bis 14 Uhr geöffnet, und Architektin Inke Paulsen bietet nach Bedarf Führungen an.

Die Basilika Altenkrempe, Milchstraße 18, öffnet von 11.30 bis 16 Uhr ihre Pforten, für Besucher gibt’s Kaffee und Kuchen. Um 11.30 Uhr wird eine Führung angeboten. Die Spitzbasilika wurde um 1197 durch den Schauenburger Grafen Adolf III. im Stil der Bausteinromantik erbaut.

Die Gedenkstätte Ahrensbök, Flachsröste 16, beherbergte 1933/34 ein frühes Konzentrationslager. Ursprünglich wurde das 1883 errichtete Gebäude als Direktorenwohnhaus der ehemaligen Zuckerfabrik Holstendorf genutzt. Heute erinnern die Dauerausstellungen in den Räumen an die Ereignisse in der NS-Zeit. Die Gedenkstätte ist am Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet, Führungen werden um 11 und 15 Uhr angeboten.

Traditionell veranstaltet der Verein der Freunde des Kurparks in Malente zum „Tag des offenen Denkmals“ wieder eine Führung über das denkmalgeschützte Areal. Treffpunkt ist um 16 Uhr an der Liegehalle, Bahnhofstraße 4a. Der Hamburger Gartenarchitekt Karl Plomin hatte 1958 von der Gemeinde den Auftrag erhalten, den Kurpark zu planen. 1962 bis 1964 wurde der Park auf dem über fünf Hektar großen Gelände angelegt. vg

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