Pläne für Radspur im Gneversdorfer Weg

Die Einfahrt zur Vogteistraße ist besonders unfallträchtig, stadteinwärts müssen Radfahrer hier derzeit schieben. (HN)

Der Bauausschuss hat beschlossen, dass die Kreuzung mit der Vogteistraße entschärft werden soll.

Für den unfallträchtigen Fahrradweg im Gneversdorfer Weg hat die Verkehrsverwaltung eine Lösung gefunden. Wann sie allerdings in die Tat umgesetzt wird, hängt von der Deutschen Bahn ab. Denn sie muss die Schranken des Bahnübergangs in der Nähe der Kreuzung mit der Vogteistraße noch ändern.

Der Zweirichtungsverkehr an der Ostseite des Gneversdorfer Wegs wurde bereits vor vier Monaten untersagt, denn an der Kreuzung mit der Vogteistraße stoßen Rad- und Autofahrer häufig zusammen. An dem provisorischen Fahrverbot Richtung Süden halten sich jedoch die wenigsten Radfahrer, die Kreuzung ist weiterhin gefährlich.

Im Bauausschuss stellte der Fahrradbeauftragte der Hansestadt, Nils Weiland, eine Lösung vor: Der Fahrradverkehr Richtung Süden wird auf die westliche Seite des Gneversdorfer Wegs umgeschwenkt. Dafür wird ein zwei Meter breiter Radstreifen auf der Fahrbahn markiert. Die Radfahrer erhalten außerdem einen großen Aufstellbereich direkt vor dem Bahnübergang. So können sie sich vor die Autos stellen, wenn die Bahnschranke geschlossen ist. Damit die Radler dann bequem und sicher nach links in die Vogteistraße abbiegen, wird noch eine Abbiegespur in der Mitte der Kreuzung geschaffen. Geplant ist schließlich ein neuer Gehweg vom Bahnübergang in die Vogteistraße. So werden Kinder, die auf dem Bürgersteig fahren dürfen, an der gefährlichen Kreuzung vorbeigeleitet.

„Die Zustimmung der Bahn für die Änderungen liegt schon vor“, erklärte der Fahrradbeauftragte. Wann die Arbeiten beginnen können, ist allerdings noch ungewiss. „Zuerst muss die Bahn die Schranken um rund einen Meter verlängern. Davor kann die Maßnahme nicht umgesetzt werden.“ Die Mittel dafür seien vorhanden, sagte Weiland weiter. „Die Kostenschätzung liegt im niedrigen fünfstelligen Bereich.

Die immer wieder vorgeschlagene Ampelanlage an der Kreuzung mit der Vogteistraße wäre hingegen mindestens 250000 Euro teuer.“ Uwe Hildebrandt (CDU) mahnte im Bauausschuss zur Eile, denn „die Unfallgefahr ist beträchtlich und das Unwohlsein in Travemünde sehr groß“.

Auch die Moorredder-Kreuzung könnte geändert werden, damit der Fahrradverkehr schneller und bequemer von der östlichen zur westlichen Seite des Gneversdorfer Wegs wechselt. „Wir überprüfen, ob es hier möglich wäre, über diese Kreuzung eine Diagonalquerung auf Anforderung einzurichten. Sie wäre die erste in Lübeck“, sagte Nils Weiland. SDF

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