Sonntag ist Tag des offenen Denkmals

So wie die Katharinenkirche öffnen am Sonnabend zahlreiche Denkmale ihre Tore für das Publikum. Zur Besichtigung laden Doris Mührenberg (Projektkoordinatorin, von li.), Ivalu Vesely (Jugendbauhütte), Irmgard Hunecke (Denkmalpflege der Hansestadt) und Johannes Schindler (Deutsche Stiftung Denkmalpflege) ein. (SDF)

In Lübeck wird es 33 Besichtigungsmöglichkeiten geben. „Gemeinsam Denkmale erhalten“ lautet das Motto.

Mittlerweile ist es eine eingespielte Tradition: Auch in Lübeck öffnen am internationalen Denkmalstag viele sonst verschlossene Orte ihre Pforten für das Publikum. Auch in diesem Jahr führt das Programm zu 33 Häusern, Kirchen, Industrie- und Technikanlagen, Bunkern und Villen. Und dennoch ist der diesjährige Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 11. September, etwas Besonderes, erklärt Johannes Schindler, Ortskurator der Deutschen Stiftung Denkmalpflege. „Normalerweise widmen wir diesen Tag bestimmten Epochen, Gebäudegattungen, Nutzungen oder Baumaterialien. In diesem Jahr haben wir nicht die Gebäude selbst, sondern jene Menschen in den Mittelpunkt gesetzt, die sie für die Nachwelt bewahren.“

Unter dem Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“ wollen sich die Stiftung Denkmalpflege, die Denkmalschutz- und die Archäologiebehörde insbesondere bei den zahlreichen privaten Sanierern bedanken. Mit viel persönlichem Einsatz kümmern sich diese um Bauwerke, die sonst leicht verschwinden könnten. In Lübeck sind sie besonders emsig, betont Dr. Irmgard Hunecke, Leiterin der Abteilung Denkmalpflege der Hansestadt: „Nirgendwo in Schleswig-Holstein ist die Dichte an privaten Denkmälern so groß wie hier.“ Fünf frisch sanierte Privathäuser sind zum ersten Mal beim Tag des offenen Denkmals zu besichtigen: in der Kleinen Altefähre 1 und 17, in der Schwönekenquerstraße 22, im Schillingshof und in der Fleischhauerstraße 85. Der Besichtigungstag endet in Lübeck mit einem Fachvortrag von Architektin Ulrike Steinfatt mit dem Titel „Altstadthaus gekauft – was nun?“ (Reformierte Kirche, Königstraße 18, 17.30 Uhr).

„Unsere Denkmale sind Zeugnisse der Lübecker Geschichte und Entwicklung und daher auch identitätsstiftend für alle Lübecker Bürger. Ich freue mich sehr, wenn möglichst viele Besucher diesen Tag nutzen, um sich auf eine kleine Reise in Lübecks Vergangenheit und Gegenwart zu begeben“, sagt Kultursenatorin Kathrin Weiher (parteilos).

Das gelbe Faltblatt mit dem Programm des Tages des offenen Denkmals liegt an mehreren öffentlichen Stellen aus. Auf der Web-Seite www.tag-des-offenen-denkmals.de ist außerdem eine bequeme App erhältlich. Sie bietet Kartendarstellung, Denkmallisten und weiterführende Informationen an. SDF

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