Lübeck feiert Maximilian Munski

Der Silbermedaillengewinner von Rio wurde von Bürgermeister Saxe im Rathaus empfangen.

Er kam wieder mit einem sehr langen Gefährt ans Ziel, aber diesmal war es kein schlanker und flotter Achter-Kanu, sondern ein schnaubender und hupender Doppeldeckerbus. Auf einer Tour durch Lübeck bejubelten und begrüßten am Mittwoch viele Menschen den heimgekehrten Olympia-Helden. Im Deutschland-Achter hatte er bei den Spielen in Rio de Janeiro die Silbermedaille gewonnen. Nur verfluchte 1,33 Sekunden war das Boot von Dauerrivale Großbritannien schneller gewesen.

Munski genoss sichtlich das Bad in der Menge. Familie, Freunde, sein Jugendtrainer Björn Lötsch, Weggefährten aus der Lübecker Ruder-Gesellschaft, Sponsoren und viele Schaulustige gratulierten dem 28-Jährigen.

Vor dem 1,96 großen Mann hatten nicht mal die Kleinsten Furcht und baten um Autogramme, Selfies, und einmal bitte die Silbermedaille anfassen. Mitten im feierlichen Tumult hatte der Student der Sonderpädagogik für jeden einen Augenblick Zeit. Jeder sollte an seinem Erfolg teilhaben. „Man macht das alles nicht für sich alleine“, erklärte der Ruderer während einer kurzen Rede im Rathaus seine Motivation, „sondern das macht man auch für den Verein, für die Stadt und für alle, die mich unterstützt und mitgefiebert haben.“

Mitgefiebert hatte auch Bürgermeister Bernd Saxe, der während des Rennens mit 2000 anderen Menschen beim Public Viewing gebangt und gehofft hatte. „Eine Silbermedaille ist ein Riesenerfolg und ein großes Ergebnis, und darüber freuen wir uns alle“, sagte Saxe.

Er erinnerte daran, dass es die erste olympische Medaille eines Lübeckers seit 40 Jahren ist. Peter Niehusen hatte 1976 in Montreal im Vierer mit Steuermann Bronze gewonnen. Medaillen seien aber bei den Olympischen Spielen nicht alles, bemerkte Munski. Der Vizeweltmeister 2015 und Europameister 2016 hob hervor, dass bereits die Teilnahme tatsächlich eine ganz besondere Ehrung ist. „Man muss alle, auch diejenigen würdigen, die keine Medaille gewonnen haben. Das ist etwas, was ich bei der Ruder-Gesellschaft früh gelernt habe.“ Dort ging dann die Feier bis in die Nacht weiter.

SDF

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