Zwei Aufführungen abgesagt

Eutiner Festspiele sind aber bisher im Soll – Stornierungen sind reine Vorsichtsmaßnahme.

Eigentlich hört sich die Zwischenbilanz von Festspiel-Geschäftsführerin Sabine Kuhnert recht positiv an: Zur Halbzeit der Saison sind 20000 Karten verkauft, und damit rund 1000 mehr als zu diesem Zeitpunkt im vergangenen Jahr. Kuhnert ist sich sicher, dass das vorsichtig kalkuliert Ziel von 24700 Kartenverkäufen am Ende der Spielzeit erreicht wird, dennoch haben sich manche Erwartungen nicht erfüllt – und das hat Konsequenzen.

Der Zuspruch für die Opern „Der Freischütz“ und „Carmen“ liegt über dem Plan. Dafür „hängt“ die im Vorjahr so erfolgreiche „Vogelhändler“- Produktion deutlich. „Wir hatten uns für eine Wiederaufnahme entschieden, weil wir hofften, auch Besucher der Landesgartenschau für diese leichte Operette zu gewinnen. Das ist nicht in dem ersehnten Maße eingetreten“, so Kuhnerts Resümee. Und deshalb hat sie sich entschieden, die letzte, für den 12. August angesetzte „Vogelhändler“-Aufführung aus dem Programm zu nehmen. „Das ist eine rein betriebswirtschaftliche Vorsichtsmaßnahme. Die Festspiele sind noch in der Sanierungsphase, da können wir kein Risiko eingehen!“

Wegen des schwachen Vorverkaufs sagen die Festspiele außerdem die für den 27. August geplante Movie-Night ab. „Seitdem bekannt ist, dass an der Lübecker Bucht Stummfilme im Sommer kostenlos gezeigt werden, haben wir kaum noch Tickets verkauft, obwohl so eine Filmvorführung mit einer vom Festspielorchester begleiteten Filmnacht gar nicht zu vergleichen ist“, erläutert Kuhnert.

Letztlich habe auch das wechselhafte Wetter Auswirkungen auf den Kartenverkauf und macht es nicht leicht, über das sturmerprobte Eutiner Stammpublikum hinaus Zuschauer zu gewinnen. Dass bisher mehr Regencaps als Programmhefte verkauft wurden, sagt einiges aus. vg

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