Jobben in den Semesterferien

Dauert der Job nicht länger als drei Monate oder 70 Arbeitstage im Kalenderjahr, bleiben Studenten in der Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung versicherungsfrei.

Mit Beginn der Semesterferien jobben viele Studenten auch in der Hansestadt, um ihr Einkommen aufzubessern. Egal, wie viel Geld sie dabei verdienen und wie viele Stunden sie in der Woche arbeiten:

Wenn der Job nicht länger als drei Monate beziehungsweise 70 Arbeitstage im Kalenderjahr dauert, bleiben die Studenten in der Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung versicherungsfrei. Dabei werden auch andere Beschäftigungsverhältnisse innerhalb des Kalenderjahres berücksichtigt.

Sobald sich die Beschäftigung aber verlängert und die bisher kurzfristige Tätigkeit jetzt mehr als drei Monate oder 70 Arbeitstage im Kalenderjahr andauert, müssen ab dem Zeitpunkt des Bekanntwerdens der Überschreitung Beiträge in die Rentenkasse gezahlt werden.

Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung werden hingegen nur dann fällig, wenn der Job nicht ausschließlich in den Semesterferien ausgeübt wird und die Wochenarbeitszeit der Beschäftigung mehr als 20 Stunden beträgt. Darüber hinaus sind keine Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung zu zahlen, wenn alle Beschäftigungen insgesamt nicht mehr als 26 Wochen oder 182 Kalendertage im Jahr ausgeübt werden. Dabei werden alle Jobs mit einer Wochenarbeitszeit von jeweils mehr als 20 Stunden berücksichtigt. Folge: Die Beschäftigung, mit der die Grenze überschritten wird, ist dann komplett sozialversicherungspflichtig.

Ist ein Student über seine Eltern oder den Ehepartner familienversichert und übt er eine Beschäftigung ausschließlich in drei Monaten seiner Semesterferien aus, bleibt die kostenfreie Familienversicherung bestehen. Foto: AOK

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