Neue Parkregelung umgesetzt

Joachim Bogs und Marcus Gutzeit vom WVE-Vorstand sowie Wochenmarktsprecher Sven Bössow beim Start der Unterschriftenaktion. (hfr)

WVE sammelt Unterschriften gegen Verkehrsversuch – Kritik vonseiten der CDU und SPD.

Ab sofort gilt die neue Parkregelung für die Eutiner City (wir berichteten): Von Montag bis Freitag müssen Innenstadtbesucher zwischen 9 und 16 Uhr einen Parkschein ziehen. Danach entfällt die bisherige Parkscheibenpflicht, es darf wieder frei geparkt werden. Am Wochenende ist die Parkzeit zwischen 9 und 16 Uhr auf zwei Stunden begrenzt, die Parkscheibe muss genutzt werden. Danach ist auch hier die Parkdauer frei. Der Parkplatz an der Heinrich- Westphal-Straße ist komplett frei und steht Pendlern und Dauerparkern zur Verfügung. In folgenden Innenstadt-Straßen gilt nur die Parkscheibenregelung: Am Rosengarten, Bahnhofstraße, Jungfernstieg, Oberonstraße, Plöner Straße und Weidestraße.

Unterdessen hat die Wirtschaftsvereinigung Eutin (WVE) mit der Sammlung von Unterschriften gegen den geplanten Verkehrsversuch in der Innenstadt begonnen. Listen liegen in Geschäften und auf dem Wochenmarkt aus. Der Zuspruch ist groß: „Wir haben in kurzer Zeit schon 1000 Unterschriften von den Kunden erhalten. Daran können wir feststellen, dass unsere Sorge von der Bevölkerung geteilt wird“, so WVE-Chef Klaus Hoth.

Von den Parteien hagelt es dagegen Kritik vom Vorgehen der Kaufleute. Der CDU- Fraktionsvorsitzende Matthias Rachfahl stellt fest, dass die WVE-Behauptung, die Politik sei „sehr weit entfernt von der Wirtschaft“, schlichtweg nicht richtig sei. So sei die Änderung der Parkraumbewirtschaftung auf Wunsch beziehungsweise mit Akzeptanz der WVE vollzogen worden. Die Politik habe jetzt ja auch sofort auf Anregung der WVE nachgebessert. In Sachen Verkehrsversuch betont Rachfahl, dass es sich dabei tatsächlich nur um einen Test handele, der, sollte er misslingen, sofort abgebrochen werden könne.

„Versuch macht schlau – wir wollen schlau werden“, so Rachfahl.

Auch die Eutiner SPD weist Teile der während der WVE-Versammlung gemachten Aussagen zurück und betont, dass die vorübergehende Parkregelung auf ausdrücklichen Wunsch der WVE zustande gekommen sei.

Forderungen nach einer besseren Kommunikation zwischen Wirtschaft und Stadtvertretung nehme die SPD daher mit Erstaunen zur Kenntnis. Und die Verschiebung des ursprünglich für die Zeit während der LGS geplanten Verkehrsversuches für Lübecker Straße/ Schlossstraße/Am Rosengarten auf die Zeit danach stelle bereits ein Entgegenkommen der Politik an die Wirtschaft dar. Forderungen nach einer weiteren Verschiebung werde die SPD-Fraktion nicht nachkommen. vg

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