Neubau der Possehlbrücke verzögert sich weiter

Schlechte Nachricht für Lübecks Autofahrer: Die Arbeiten zum Neubau der Possehlbrücke verzögern sich weiter. Die noch im März dieses Jahres anvisierte Fertigstellung im Oktober 2017 ist laut Hansestadt nicht mehr zu halten. Die Baufirma Wayss + Freytag dagegen hält an dem Termin fest. Beide Seiten streiten sich offenbar darüber, wie die Bauarbeiten weitergehen sollen. Die marode Possehlbrücke aus dem Jahr 1956 ist bereits zur Hälfte abgerissen. Durch Spundbohlen sollte eine Baugrube am Widerlager entstehen. Dadurch sollte das Wasser des Kanals zur Seite gedrückt werden, damit die Arbeiter dort ungehindert werken können. Doch noch gibt es diese Baugrube nicht. Im Untergrund sind Findlinge entdeckt worden. Die verhindern, dass die Spundbohlen tief in den Boden gesetzt werden können.

Neben technischen Fragen geht es auch ums liebe Geld. Die geplanten Kosten für die Possehlbrücke liegen bei 12,8 Millionen Euro. Die Hansestadt zahlt 6,8 Millionen, das Land Schleswig-Holstein sechs Millionen. Es gibt aber kein finanzielles Polster mehr. Passiert Ungeplantes, müssen Hansestadt und Baufirma klären, wer die Mehrkosten trägt.

Die Leidtragenden sind die Lübecker. Seit März 2015 ist die Possehlbrücke stadtauswärts gesperrt, die Ausweichstrecken zur Hauptverkehrszeit überlastet. Die Bauverwaltung will nun alles daran setzen, dass die Arbeiten schon zur Beginn der Weihnachtszeit 2017 fertig werden. Foto: Kröger/ Text: afu

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