Behnk: „Endlich Bürgermeister!“

Amtseinführung Bürgermeister

Der neue Bürgermeister Carsten Behnk mit Ehefrau Marina. (Foto: Graap)

Klaus-Dieter Schulz mit viel Lob in den Ruhestand verabschiedet. Nachfolger Carsten Behnk übernimmt offiziell am 1. August die Amtsgeschäfte im Eutiner Rathaus.

Der Amtseid ist geleistet, die Ernennungsurkunde unterschrieben und gesiegelt: „Am 1. August geht es endlich los, ich freue mich darauf“, sagte Eutins neuer Bürgermeister Carsten Behnk am Mittwochabend bei seiner Vereidigung im Rahmen einer Sondersitzung der Stadtvertretung in den Schlossterrassen vor hunderten Gästen. Bereits am 28. Februar war Behnk bei der Direktwahl mit der klaren Mehrheit von 71,3 Prozent gewählt worden.

„Die Verwaltung genießt hohes Ansehen in der Stadt. Ich freue mich, das kommunale Miteinander maßgeblich mitgestalten zu dürfen“, betonte Behnk. Er wolle die Weiterentwicklung Eutins gemeinsam mit den Mitarbeitern und in Zusammenarbeit mit allen Menschen in der Stadt vorantreiben. Dafür wünschte ihm auch Bürgervorsteher Dieter Holst viel Erfolg. „Sie werden Eutin in Bewegung halten!“ Er riet Behnk außerdem dazu, sich in Diskussionen mit Meinungsmachern sachlich auseinanderzusetzen und das große Ganze nie aus den Augen zu verlieren. Mit der Staffelholz-Übergabe beginne für den neuen Verwaltungschef nun ein Hürdenlauf mit langer Distanz.

Mit dem Herzen bei den Soldaten im Einsatz gewesen

Im Mittelpunkt des Festaktes stand aber eindeutig der Dank an Klaus-Dieter Schulz, der das Bürgermeisteramt 14 Jahre lang innehatte. Landrat Reinhard Sager bezeichnete Schulz als außerordentlich engagierten Menschen, der für seine Sachen stets mit Hingabe und Fachwissen gekämpft habe. „Seine Amtsführung war immer auf Ausgleich ausgerichtet, in ihm hat die Stadt einen Motor für die erfolgreiche Weiterentwicklung gefunden“, lobte Sager das scheidende Stadtoberhaupt. Der Vorsitzende des Städtebundes Schleswig-Holstein, Norderstedts Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote, dankte Schulz für seinen elf Jahre währenden Einsatz im kommunalen Landesverband. „Er hat sich von der kommunalen Familie in die Pflicht nehmen lassen und seine Aufgaben stets mit Bravour und Brillanz wahrgenommen“, würdigte Grote dieses Engagement – und an Carsten Behnk gerichtet fügte er hinzu: „Eutin ist eine wichtige Stadt. Wir würden uns freuen, wenn auch Sie bei uns mitarbeiten würden.“

Auch die Bundeswehr weiß den Einsatz von Schulz zu schätzen. Oberstleutnant Claus Slembeck, stellvertretender Kommandeur des Eutiner Aufklärungsbataillons, nannte Schulz eine ehrliche und ritterliche Führungskraft mit Durchsetzungsfähigkeit. „Ich grüße Sie auch von den 120 Soldaten, die jetzt im Einsatz in Mali sind. Bei jedem Auslandseinsatz waren Sie auch immer mit dem Herzen bei uns.“ Die Personalratsvorsitzende Julia Lunau würdigte Schulz‘ außergewöhnliche Fähigkeiten bei der Mitarbeiterführung, die sich insbesondere bei der Bildung der Verwaltungsgemeinschaft mit Süsel gezeigt habe.

„Sie sind ein Teamspieler und haben als Chef ein offenes Ohr für jeden einzelnen Mitarbeiter gehabt.“ Bürgervorsteher Holst lobte die erfolgreiche, aber nicht immer einfache Zusammenarbeit mit der Stadtvertretung. Als Schlüssel zum Erfolg nannte er die geschickte Personalauswahl und Schulz‘ Netzwerk im Land. „Du hast entscheidend dazu beigetragen, dass Eutin ein neues Gesicht bekommen hat!“

Schulz verneigt sich vor den Ehrenamtlern

Klaus-Dieter Schulz zeigte sich von so viel Lob – und den anschließenden Standing Ovations – tief bewegt. Vor allem eines sei ihm in den 14 Jahren sehr viel klarer geworden: die Wichtigkeit des ehrenamtlichen Engagements. „Von der Feuerwehr bis zur Flüchtlingshilfe, Ehrenamt geschieht hundertfach, auch in der Kommunalpolitik. Ich senke meinen Kopf und sage allen herzlichen Dank für ihren Einsatz“, sagte Schulz. „Eutin ist einfach eine tolle Stadt, es war eine tolle Zeit“, bilanziert der 66-Jährige, der sich abschließend mit einem Blumenstrauß bei seiner guten Vorzimmer- Seele Kirsten Rosenow für die vertrauensvolle Zusammenarbeit („Es war eine wahre Freude!“) bedankte. Sein Tipp für Nachfolger Behnk: „Höre den Menschen gut zu, und wenn Du Dir bei einer Entscheidung nicht ganz sicher bist, dann höre auf Dein Herz.“ vg

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