Bilinguale Schule in Lübeck

Mit ihrer Unterschrift besiegelten Friederike Kühn (v. li.) , Kathrin Weiher, Stefan Dräger, Dirk Loßack, Bernd Saxe und Lars Schöning die Einführung des bilingualen Unterrichts an drei Grundschulen. (HÖ)

Mit der Unterzeichnung eines Letters of Intent wird die bilinguale Erziehung in Lübeck besiegelt.

Hohe Ehre für die Grundschule Roter Hahn: Am Freitag wurde dort ein Letter of Intent unterzeichnet. Damit soll die Grundlage für den zweisprachigen Unterricht in Englisch und Deutsch für jeweils eine Klasse an drei Lübecker Grundschulen geschaffen werden. Bereits seit 2014 wird die bilinguale Erziehung an der Schule Roter Hahn in jeweils einer Klasse durchgeführt. Deshalb fand hier auch die Unterzeichnung statt.

Seit acht Jahren ist die Einführung des bilingualen Unterrichtes in Lübeck bereits im Gespräch. „Ich finde, das steht uns gut zu Gesicht“, meinte Bürgermeister Saxe im Hinblick auf Lübeck als einen dynamischen Wirtschaftsstandort. Nach der Schule Roter Hahn soll nun auch im kommenden Schuljahr an der Lutherschule und der Schule am Stadtpark der bilinguale Unterricht eingeführt werden. Geplant ist außerdem die Ausweitung auf die weiterführenden Schulen, dazu gäbe es bereits Gespräche, so Saxe.

Staatssekretär Dirk Loßack aus Kiel erklärte, dass das Land bereits mit dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) Fortbildungsmöglichkeiten für Lehrkräfte anbietet. So wird es beispielsweise ein Summer Camp in den Sommerferien, in den Herbstferien mit der Herbstakademie und im kommenden Jahr ebenfalls ein Summer Camp verschiedene Angebote geben. „Die Keimzelle ist hier in Lübeck und ein Gewinn für die Stadt, aber vor allem für die Schüler“, so Loßack.

Friederike Kühn, Präses der IHK Lübeck, bezeichnete den bilingualen Unterricht als Standortfaktor. „Um kleine Weltbürger zu erziehen, gehören Fremdsprachen dazu“, erklärte sie. Wichtig sei aber auch, den Spaß nicht zu verlieren. „Miteinander lachen und Spaß zu haben verbindet“, sagte Kühn und wünschte allen, den Spaß und die Freude am Lernen nicht zu verlieren. „Das ist mir eine Herzensangelegenheit“, betonte Stefan Dräger, Vorstandsvorsitzender des Drägerwerks. „Möglichst viele Kinder sollen Weltenbürger werden.“

Mit der Unterzeichnung des Letter of Intent soll nun die Grundlage dazu geschaffen werden, indem beispielsweise Muttersprachler über ein Austauschprogramm des Kultusministeriums angeworben werden, die den Unterricht begleiten sollen. Zudem gründet die Wirtschaft eine Fördergesellschaft, die das Vorhaben finanziell unterstützen soll, beispielsweise durch Anschaffung von Unterrichtsmaterial und bei der Anwerbung von Muttersprachlern.

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