Mit den „Teenys“ nach Berlin

sfsvmg3
Rasant geht es schon mit der Teeny-Bootsklasse über das Gewässer. (Fotos: Hfr)

Malenter Segler-Nachwuchs fährt zur Internationalen Deutschen Jüngstenmeisterschaft.

Die Segler-Vereinigung Malente-Gremsmühlen (SVMG) ist sehr engagiert in der Jugendarbeit. Über ein Drittel der Mitglieder sind Kinder und Jugendliche. Und diese rund 70 Jungen und Mädchen sind hochmotiviert. Schon mit sechs oder sieben Jahren können sie in den unsinkbaren Optimisten-Booten das Segelrüstzeug erlernen. Wer es dann schnell sportlicher mag, steigt in die Teeny- Bootsklasse um.

Diese 3,15 Meter lange Zwei-Mann-Jolle wird in der Altersklasse der Acht- bis 15-Jährigen gefahren und ist bereits mit Spinnaker und Trapez ausgerüstet. „Es sind seit Langem die erfolgreichsten Boote im Verein“, stellt die Jugendwartin Julia Lichtenberg heraus. Allein fünf Malenter Teams haben sich dieses Jahr für die Internationalen Deutschen Jüngstenmeisterschaft vom 23. bis 29. Juli in Berlin qualifiziert. Derzeit werden dafür die Boote auf zwei Trailer verstaut und das gesamte Equipment zusammenpackt, denn bereits am kommenden Mittwoch geht die Reise los.

Mit von der Partie ist dann auch der zwölfjährige Paul Lichtenberg vom Eutiner Weber-Gymnasium. „Im vergangenen Jahr war er noch Vorschoter. Jetzt hat er das Steuer übernommen und mit seiner neuen Partnerin Johanna Prochnow gerade erst die Hamburger Meisterschaft gewonnen. Dabei gehören sie zu den jüngsten Startern“, erzählt stolz seine Mutter Julia Lichtenberg. Johanna ist erst elf Jahre alt, segelt ihre ersten Regatten und stieg im vergangenen Herbst erstmalig in den Teeny. Schon mit fünf Jahren saß Paul in einem Boot, infiziert von Vater und Großvater, die ebenfalls segeln.

Ihm gefällt es, das Boot auszureizen und über das Wasser zu rauschen.

Für Paul Lichtenberg sind es die zweiten Deutschen Meisterschaften. Ein technischer Defekt verhinderte beim letzten Mal sogar eine bessere Platzierung als Rang 13. Als Steuermann trägt er dieses Jahr mehr Verantwortung. „Das macht mir auch noch mehr Spaß“, betont der Nachwuchssegler des SVMG. Seine Erwartungen für Berlin möchte er nicht zu hoch schrauben, hofft aber dennoch, einen Platz im ersten Drittel des rund 40 Teilnehmer starken Feldes zu ersegeln. Die Daumen gedrückt werden in der Segler-Vereinigung aber natürlich allen fünf Booten für ein erfolgreiches Abschneiden an der Unterhavel.

MB

Teile diesen Beitrag!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.