Mit Dachbox und Fahrradträger in die Ferien

Bei Radträgern ist darauf zu achten, dass die Befestigungsteile für den Fahrradrahmen wirklich formschlüssig anliegen, damit der Träger auch tatsächlich fest sitzt. (GTÜ-Pressestelle)

Das Ladegut ist durch Fahrtwind, Brems- und Lenkmanöver starken Belastungen ausgesetzt.

Gefahrenmeldungen aus dem Verkehrsfunk über auf der Autobahn liegende Dachboxen und Fahrradträger häufen sich in der Ferienzeit. Gerissene Spanngurte und Verlust von Fahrrädern, Surfbrettern und Dachboxen sind häufig Folgen von Bequemlichkeit oder schlichtem Unwissen. Vielen Verkehrsteilnehmern fehlt es an der Vorstellungskraft, welchen Belastungen das Ladegut am Auto durch Fahrtwind, Brems- und Lenkmanöver ausgesetzt ist, warnt die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ).

Um Dachboxen und Fahrradträger sicher zu befestigen, werden in der Regel speziell auf den jeweiligen Fahrzeugtyp abgestimmten Grundträger benötigt, denn nur dieser kann an den dafür vorgesehenen Befestigungspunkten am Auto sicher montiert werden. Nicht zuletzt dienen die individuellen Konstruktionen dazu, um Lack- und Blechschäden am Fahrzeug selbst zu vermeiden. Auch für die vermeintlich universellen Systeme zur Befestigung an einer Anhängekupplung gelten Einschränkungen, betont die GTÜ.

Zusätzliche Kennzeichen

erforderlich

Systeme für die Anhängekupplung müssen ein zusätzliches Kennzeichen tragen und die zulässige Stützlast der Anhängekupplung darf nicht überschritten werden. Für Kupplungen aus Aluminium sind spezielle Träger notwendig. Die meisten hochwertigen Trägersysteme sind überdies mit Bremslicht, Blinker und Rücklicht ausgerüstet, die über die Steckdose der Anhängekupplung angeschlossen werden.

Diese Extra-Beleuchtung ist Pflicht, wenn die fahrzeugeigenen Vorrichtungen durch den Träger oder dessen Ladung nicht mehr gut zu sehen sind.

Beim Kauf von Spanngurten

auf Prüfsiegel achten

Zudem sollten keine Träger und kein Zubehör ohne Prüfkennzeichnung (z.B.: GS-Siegel) benutzt werden. Sichere Spanngurte, mit denen beispielsweise Surfboards oder Boote auf dem Dachträger verzurrt werden, sind häufig ebenfalls mit „GS“ gekennzeichnet und tragen einen Aufnäher, der die Zurrkraft des Gurts in daN (= Dekanewton, entspricht der maximalen Zugkraft in Kilogramm) angibt. Die Beachtung dieser Normen enthebt den Autofahrer allerdings nicht seiner ganz persönlichen Verpflichtung, die Ladung so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei einer Vollbremsung oder plötzlichen Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen oder herabfallen kann. So sieht es die Straßenverkehrsordung vor.

Zulässige Zulassung

im Kfz-Schein überprüfen

Selbstverständlich darf das Auto für den Urlaub nicht überladen werden. Die mögliche Zuladung lässt sich zwar aus den Angaben im Fahrzeugschein als Differenz aus dem Gesamtgewicht und dem Leergewicht errechnen. Die GTÜ weist aber darauf hin, dass die maximal zulässige Dachlast für Pkw nicht in den Fahrzeugpapieren eingetragen ist. Die findet sich vielmehr in der Bedienungsanleitung und beträgt je nach Fahrzeugtyp im Normalfall zwischen 50 und 100 Kilogramm. Dort steht in der Regel auch die zulässige Stützlast für die Anhängekupplung (meist in ähnlicher Größenordnung). Die Stützlast findet sich bei nachgerüsteten Kupplungen auch in den dazugehörigen Zulassungspapieren.

Vermeintlich am großzügigsten lässt es sich bei Fahrradträgern an der Heckklappe rechnen, denn dort begrenzt die relativ hohe zulässige Achslast an der Hinterachse die Zuladung. Doch sollte man bedenken, dass darin bereits das auf der Hinterachse lastende Fahrzeugeigengewicht enthalten ist.

Gepäck in Dachbox muss

verzurrt werden

Bei Rädträgern ist darauf zu achten, dass die Befestigungsteile für den Fahrradrahmen wirklich formschlüssig anliegen, damit der Träger auch tatsächlich fest sitzt. Bei der Verwendung von Dachboxen muss die maximal erlaubte Dachlast für das Fahrzeug und die maximale Beladung für die Box eingehalten werden. Für ein optimales Fahrverhalten ist sie am besten mittig zu montieren. Das Gepäck in der Box sollte ebenfalls an den dafür vorgesehenen Ösen verzurrt werden, damit es während der Fahrt nicht verrutschen kann. Unterwegs muss regelmäßig überprüft werden, dass der Träger und die Ladung noch fest verzurrt sind. ampnet/nic

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